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"Schnee, überall Schnee - die Welt war weiß." |
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Inhalt:
Einer Gruppe von Verzweifelten ist es gelungen, tatsächlich in Otherland einzudringen. Und da schnappt die Falle zu. Sie sind gefangen, unfähig, wieder in ihre Körper aus Fleisch und Blut in der realen Welt zurückzukehren. Zufälle und gefährliche Abenteuer zersprengen die Gruppe. Ihre einzige Hoffnung ist der Fluß. Der Fluß aus blauem Feuer, der durch alle virtuellen Welten Otherlands fließt. Alles scheint gegen sie verschworen.
Sie und Paul Jonas, der einzige Außenseiter, der ihnen vielleicht helfen könnte, verirren sich in die Eiszeitwelt, wo Urmenschen blutige Rituale zelebrieren... in die homerische Welt von Odysseus... in eine Albtraumwelt, in der Insekten so groß wie Saurier sind... in Welten, wo Comicfiguren lebendig werden... wo eine Marsinvasion fast eine komplette Stadt ausgelöscht hat... wo einer unter ihnen jener durchgeknallte Mörder ist, die schrecklichste und tödlichste Waffe der Gralsbruderschaft selbst. Dread, der Psychopath, der nie versagt hat und dessen Auftrag darin besteht, dafür zu sorgen,
dass keiner des kleinen Trüppchens überlebt, um den Menschen auf der Welt die Wahrheit über Otherland zu erzählen. |
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Buchstaben-Salat-Rezension:
Im zweiten Band der Otherland-Reihe ist es einer Gruppe gelungen, in die
virtuelle Welt von Otherland einzudringen. Die Truppe bleibt allerdings nicht
lange zusammen, sondern wird in mehrere abenteuerliche Welten versprengt. Noch
dazu ist einer der Neun nicht der, der er vorgibt zu sein, sondern der
psychopathische Mörder Dread, der für den Gegenspieler der Gruppe, Felix
Jongleur, arbeitet. Der Leser weiß jedoch nicht, hinter welchem Sim - also
hinter welcher Person - sich Dread verbirgt.
Vor allem die zuletzt geschilderte Situation
macht den zweiten Band besonders reizvoll. Williams teilt über die gesamte
Geschichte hinweg (vermeintliche) Hinweise aus und zumindest ich habe bis zum
Ende des Buches gerätselt, welcher Sim "der Böse" ist. Und lag natürlich wieder
einmal völlig falsch...
Die Welten, die Williams diesmal kreiert, haben mir zum Teil äußerst gut
gefallen (z.B. die Insektenwelt), andere haben mir jedoch beim Lesen Probleme
bereitet und ich hatte einige Durchhänger. Das liegt vor allem daran, dass
Williams die Handlung in etliche Stränge aufgesplittet hat, die natürlich meist
mit einem Cliffhanger enden und erst viele Seiten später (für mich oft zu viele)
weiter geführt werden. Liest man das Buch nicht in einem Rutsch durch, gehen
(zumindest so vergesslichen Kreaturen wie mir) einige wichtige Handlungsaspekte
verloren. So konnte ich beispielsweise mit Personen, die zumindest in diesem
Band eine relativ unwichtige, noch nicht weiter erklärte Rolle spielen, nicht
viel anfangen, denn ihr Teil der Handlung war mysteriös, aber zu kurz, um großes
Interesse wecken zu können.
Ich denke, hierin liegt der Grund, warum ich dem
Buch keine höhere Wertung geben konnte, denn es werden meiner Meinung nach
weitaus weniger Fragen beantwortet, als neue aufgeworfen. Williams wirft dem
Leser stets nur sehr kleine Bröckchen hin und für mich hat sich die Geschichte
dadurch nicht befriedigend genug weiter entwickeln können. Mein Interesse am
nächsten Band ist allerdings geweckt, denn irgendwann muss Williams ja die
ganzen losen Handlungsfäden miteinander verknüpfen...
Alles in allem ist "Fluß aus blauem Feuer"
ein spannendes Buch, das allerdings Durchhaltevermögen und Geduld erfordert. |
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