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Jan Weiler


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Maria, ihm schmeckt's nicht!
 



256 Seiten (TB), Ullstein-Verlag
Genre:
Allgemeines - Kurzgeschichten

Besucherrezi
vorhanden

"Ein Fremder steht vor der Tür. Das bin ich. Genau genommen bin ich nicht nur den Manschen hinter der Tür fremd, sonder vor allem mir selber. Ich habe mich nämlich mit einem Strauß Blumen als Schwiegersohn verkleidet..."

Inhalt:
Als ich meine Frau heiratete, konnte ihre süditalienische Familie leider nicht dabei sein. Zu weit, zu teuer, zu kalt. Schade, dachte ich und öffnete ihr Geschenk. Zum Vorschein kam ein monströser Schwan aus Porzellan mit einem großen Loch im Rücken, in das man Bonbons füllt. Menschen, die einem so etwas schenken, muss man einfach kennen lernen...

Besucherrezension von Lyra, 16. April 2005

Nach der Hochzeit verändern sich die Dinge, besonders wenn man als Deutscher in eine italienische Sippe einheiratet, weil man sich in eine Halbitalienerin verliebt hat. Am Tag, an dem der Ich-Erzähler um die Hand seiner Frau anhält, muss er auch zum ersten Mal in die Höhle des Löwen - sprich, seinen zukünftigen italienischen Schwiegervater besuchen. Doch dieser schließt ihn - entgegen aller vorherigen Befürchtungen des Protagonisten, hier nach Mafiamanier seinen Finger zu verlieren, direkt in sein Herz. Nach und nach lernt der Ich-Erzähler die gesamte italienische Familie, besser gesagt: Großfamilie, samt ihrer Macken und Marotten kennen und lieben. Sein Schwiegervater weiht ihn in die italienische Sicht der Dinge und in seine eigene Lebensgeschichte ein. Diese ist die eines Gastarbeiters, der in den 60ern nach Deutschland kam, um hier sein Glück zu suchen.

Das Buch gefiel mir schon äußerlich aufgrund des schönen bunten Covers. Ein echter Augenschmaus für alle, bei denen auch das Auge mitisst. Die Figuren sind durch und durch liebenswert. "Maria, ihm schmeckt's nicht" ist ein recht unterhaltsames und lustiges Buch. Besonders der erste Teil hat mich oft laut auflachen lassen. In der Mitte des Buches ist es immer noch nett zu lesen, allerdings lässt hier die Situationskomik doch stark nach. Wer ein Buch für Zwischendurch sucht und auch noch im Film "My big fat greek wedding" Tränen gelacht hat, der ist bei dieser italienischen Version genau richtig. Nach der Lektüre sieht man den Pizzabäcker um die Ecke auf jeden Fall mit anderen Augen.

Ein Buch wie ein guter Cappuccino: locker, leicht und lecker.

 

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