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"My name, in those days, was Susan Trinder." |
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Inhalt:
Susan Trinder ist eine Waise. Ihre Mutter starb am Galgen so jedenfalls hat es ihr Mrs. Sucksby erzählt, die Frau, bei der Sue Unterschlupf fand. Mrs. Sucksby steht einem Haus von Dieben vor. Ihre Schützlinge betteln und stehlen, um sich ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Nur Sue behandelt sie mit ausgesuchter Höflichkeit, als sei das Mädchen etwas Besonderes. Eines Tages taucht ein Mann auf, den alle "Gentleman" nennen.
Als Zofe soll Sue ihm helfen, die unbedarfte Adelige Maud Lilly zu heiraten und so an ihr Vermögen zu gelangen. Ist die Heirat vollzogen, will er die junge Frau in ein Irrenhaus einweisen lassen. Ein angeblich narrensicherer Plan, doch Sue
muss bald erkennen, dass ihr in diesem Stück nicht nur die Rolle der skrupellosen Betrügerin zukommt. Bald verwischen sich die Grenzen zwischen Wahrheit und Lüge, zwischen Liebe und Hass... |
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Buchstaben-Salat-Rezension:
Solange Du lügst - ja, und was wenn nicht mehr? Der deutsche Titel hat sich mir
nicht so ganz erschlossen, auch wenn im Buch gelogen wird, dass sich die Balken
biegen. Sarah Waters entführt ihre Leser ins London anno 1862, in ein kleines,
piefiges
Haus, das von einigen Dieben bewohnt wird. Diese schmieden einen hinterhältigen
Plan, der im Groben die Heirat und Abschiebung einer reichen Lady ins Irrenhaus
beinhaltet. Ist die Gute erst einmal aus dem Verkehr gezogen, wird ihr Vermögen unter
ihrem niederträchtigen Bräutigam mit dem widersprüchlichen Namen "Gentleman" und
einer eingeschleusten Zofe, der jungen Sue, aufgeteilt.
Planung, Ausführung und vor allem die Konsequenzen dieses
Verbrechens sind der Inhalt von "Solange Du lügst" und Waters gelingt es ganz
wunderbar, ihren Lesern die handelnden Figuren näher zu bringen. Dabei wechselt sie
mehrmals die Perspektive und man kann die verschiedenen Protagonisten mal von
"innen, mal von "außen" kennen lernen. Schöne atmosphärische Beschreibungen und
eine recht unterhaltsame Handlung lassen die Geschichte nett vor sich hin
plätschern - bis die Autorin die erste Bombe platzen lässt!
Genau diese Wendung - auf die ich jetzt natürlich
nicht näher eingehen möchte - macht einen Großteil des Reizes dieses Buches aus
und lässt aus einem einfachen, soliden historischen Roman fast einen kleinen Thriller
werden. Es folgen einige weitere Überraschungen, die aber nie so unerwartet
sind, wie diese geschickt platzierte erste "Bombe". Stellenweise ufert das Buch in der
Mitte etwas aus - weniger wäre mehr gewesen und hätte die Geschichte etwas mehr
straffen können.
Alles in allem ein
relativ lesenswertes Buch, das zwar stellenweise ein paar Längen hat, diese aber durch
einige unvorhergesehene Wendungen wieder wett machen kann. |
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Zur englischen Ausgabe:
Sarah Waters ergeht sich oft in Andeutungen und Umschreibungen, mit denen
ich stellenweise so meine Probleme hatte. Ansonsten ein wenig Cockney-English,
das aber nach kurzer Eingewöhnungszeit gut verständlich ist.
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