Buchstaben-Salat-Rezension:
Von diesem Buch bin ich ziemlich enttäuscht. Das liegt zum
einen daran, dass ich ziemlich lange darauf gewartet habe, bis es
(im Gegensatz zum unverschämt teuren und dabei hauchdünnen
Hardcover) endlich als Taschenbuch mit einem angemessenerem Preis-Leistungs-Verhältnis
herausgekommen ist, andererseits natürlich auch an der hohen Messlatte, die der
Vorgänger Mondscheintarif gelegt hat.
Gut, das Layout - die netten Bildchen und
farbigen Ausschmückungen - hat mir ähnlich gut gefallen, wie beim Vorgänger,
doch am Inhalt haperte es schon ziemlich. Die Geschichte erschien mir ziemlich
belanglos, die Auflösung musste zwangsläufig irgendwie so sein, wie sie dann am
Ende des Buches auch war und selbst die vielen Selbstreflexionen entlockten mir
bis auf ein paar kleine Highlights eher ein müdes Lächeln. Ich ertappte mich
dabei, dass ich ganze Zeilen übersprang (ein schlechtes Zeichen) und
nachschaute, wie viele Seiten mir noch bevor standen, bis ich mich dem nächsten
Buch zuwenden konnte (ein noch viel schlechteres Zeichen).
Mit Amelie alias Puppe Sturm
wurde ich die ganzen rund 250 Seiten über nicht warm und da es mir mit ihrem
Freund ähnlich ging, konnte ich auch nur schwer dem Happy End entgegenfiebern.
Ein paar Momente der Selbsterkenntnis nach dem Motto "Hey, so bist du ja auch" -
und das war's auch schon. Für mich bleibt Frau von Kürthy also ein
One-Hit-Wonder, und im Moment habe ich nicht viel Lust auf ihr drittes Buch,
Freizeichen. Na ja, vielleicht ja, wenn auch ich 32 werde ;).