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Elizabeth von Arnim

 

Inhalt:
Nach dem plötzlichen Tod ihres geliebten Vaters droht für die 22jährige Lucy eine Welt zusammenzubrechen. Doch dann führt ihr ein, wie es zunächst scheint, gnädiges Schicksal mit Everard Wemyß einen Menschen zu, der ihr mit Rat und Tat zur Seite steht und die so schmerzlich vermisste Geborgenheit bietet. Doch schon während der Flitterwochen beginnt sie zu begreifen, dass ihr eigener Wille in Zukunft nicht mehr gefragt sein wird...

Besucherrezension von Anna, 5. Mai 2004

Nicht der Skandal, der sich um sein Vorbild rankt, macht diesen Roman lesenswert, sondern seine Allgemeingültigkeit. Es gibt wohl niemanden, dem nicht sofort ein Bekannter einfallen würde, der wie Wemyß seine Umgebung tyrannisiert. Elizabeth von Arnim hätte als Hauptpersonen gar nicht die unerfahrene Lucy und ihre gutgläubige alte Tante Dot zu wählen müssen.

Sobald Gefühle und Hoffnungen im Spiel sind, können wir alle Opfer einer solchen Manipulation werden. Diese Geschichte beginnt mit der zweiten Runde. Eben erst hat sich Vera nach 15 Jahren Ehe aus dem Fenster gestürzt, da sucht sich Wemyß schon sein nächstes Opfer, die junge Lucy. Und so erfahren wir, wie alles begann, der Kreis schließt sich. Und doch bleibt die Hoffnung, dass Lucy das böse Spiel durchschaut. Der Leser erfährt die Gedanken aller handelnden Personen und muss hilflos Lüge, Täuschung, vergebliche Hoffnung, Egozentrik und Verzeihen beobachten.

Hier zwei typische Zitate:

Wemyß zu Lucy: "Komm, und schau dich einmal im Spiegel an, und überzeuge dich, wie klein du bist."

Lucy dagegen denkt über ihn: "Er konnte doch nichts dafür, daß er so empfindlich war, so war er auf die Welt gekommen."

 

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