Buchstaben-Salat-Rezension:
Ein wunderbarer Reisebericht des Franzosen Nicolas Vanier, der mit seinen
Schlittenhunden durch Kanada bis nach Alaska hinauf fährt. Ungewöhnlich wird die
Erzählung vor allem dadurch, dass Vanier nicht alleine reist, sondern seine Frau
Diane und seine zwei Jahre alte Tochter Montaine und - nicht zu vergessen - Hund
Otchum dabei hat. Vor allem die Verantwortung für das kleine
Mädchen lastet schwer auf dem abenteuerlustigen Franzosen, doch mit
Erfindungsgabe und großem Einfühlungsvermögen nehmen die Eltern auf ihre kleine
Tochter Rücksicht.
Zunächst reist die kleine
Familie zu Pferd, macht Bekanntschaft mit reißenden Flüssen, die nur schwer zu
überwinden sind und baut sich schließlich für 5 Monate eine Blockhütte. Dort
warten sie in einer Gegend, in der die nächsten Menschen 30 Tagesritte entfernt
sind, auf den Einbruch des Winters. Ein Freund der Familie fliegt die
Schlittenhunde vorbei und das Winterabenteuer beginnt. Wir kennen den Winter meist nur aus dem Skiurlaub
und da auch nur mit warmen Füßen, einer Thermoskanne voll Glühwein und frieren
schon bei 5 Grad Minus. Die drei Franzosen jedoch haben einen besonders
seltsamen Winter erwischt und trotzen wochenlang Schneestürmen, durchschnittlich
-40 Grad und sind dabei wochenlang mit Schlittengespann und Zelt unterwegs.
Ein spannender, durch die
klugen Beobachtungen Vaniers auch manchmal nachdenklich stimmender Reisebericht.
Vor allem Montaines unschuldige Begegnung mit der Wildnis und viele
eindrucksvolle Fotographien machen die Lektüre besonders reizvoll.