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Die Waldgräfin




605 Seiten (TB), Verlagsgruppe Randomhouse
Genre: Historischer Roman

Bewertung (1-10):

"Wie eine eisige Hand kroch die Kälte über meine Knie
und fuhr schmerzhaft die Knochen entlang."

Inhalt:
Man schreibt das Jahr des Herrn 1066: Eigenwillig, hoch gewachsen und von unbändigem Freiheitsdrang, hadert Alienor, die Tochter des verwitweten Freigrafen zu Sassenberg in der Eifel, mit ihrem eintönigen Schicksal als Burgherrin. Ausgerechnet der weihnachtliche Almosengang in den Kerker verändert ihr Leben. findet heraus, dass der angeblich stumme, rätselhafte Gefangene Normannisch spricht, die Sprache ihrer Mutter. Alienor erhält den 'Barbaren' von ihrem Vater als Reitknecht zum Geschenk. Doch erst als der Fremde beinahe mörderischen Intrigen zum Opfer fällt und sein Leben in ihren Händen liegt, weiss Alienor, was sie will. Und ergreift ihre Chance zur Unabhängigkeit...

Buchstaben-Salat-Rezension:
"Die Waldgräfin" ist ein schöner, leicht zu lesender historischer Roman, der in Deutschland Mitte des 11. Jahrhunderts spielt. Aus der Sicht der jungen Grafentochter Alienor wird zunächst das typische Leben einer Frau im Mittelalter geschildert. Doch Alienor ist - manchmal - anders, denn sittsames Benehmen und züchtige Kleidung sind nichts für die für ihre Zeit recht emanzipierte junge Frau. Auch die Religion spielt in diesem Buch eine tragende Rolle, denn die Macht der Kirche und die Ehrfurcht bzw. Angst der Menschen vor Gottes Macht beeinflussen das Handeln der kleinen und großen Leute.

Als Alienor den Heiden Erik trifft, gerät ihr Weltbild ins Wanken, denn er versucht immer wieder, ihr die Ungerechtigkeiten und Machtspiele ihrer Kirche aufzuzeigen. Ein großer Teil der Handlung ist daher bestimmt von Konflikten und religiösen Streitigkeiten. Fazit: Für mich ist "Die Waldgräfin" ein durchschnittlicher historischer Roman, der Spaß gemacht hat zu lesen und außerdem auch Lust auf die Fortsetzung "Freyas Töchter". Von der Tiefe der Handlung und vom Sprachniveau her kann er jedoch nicht mit Romanen wie "Das Lächeln der Fortuna" von Rebecca Gablé oder "Die Säulen der Erde" von Ken Follett mithalten.

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