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“Gestern war er noch
gesund”, sagt Maud. Aber heute, da liegt er schon im saftigen
irischen Gras, neben dem Heuschuppen unweit des Feldwegs, ihr
Schäfer: niedergemäht von einem spitzen Spaten in der Brust.
Eine einzelne Krähe hat sich auf seinem wollenen
Norwegerpullover niedergelassen „und äugte mit professionellem
Interesse in sein Innenleben“. |
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Inhalt:
Schafe, und wie sie die
Welt sehen: „Glennkill“ ist warmherzig und witzig, spannend und
ironisch, tiefsinnig und voller Überraschungen! Eines Morgens
liegt der Schäfer George Glenn leblos im irischen Gras, ein
Spaten ragt aus seiner Brust. Die Schafe von George sind
entsetzt: Wer kann den alten Schäfer umgebracht haben? Und
warum? Miss Maple, das klügste Schaf der Herde, beginnt sich für
den Fall zu interessieren. Glücklicherweise hat George den
Schafen vorgelesen, und so trifft sie das kriminalistische
Problem nicht ganz unvorbereitet. Trotz vieler Missverständnisse
kommen sie der Menschenwelt mit ihrer Schafslogik nach und nach
auf die Schliche und verfolgen unerbittlich die Spur des Täters.
Zwischen Weide und Dorfkirche, Steilklippen und Schäferwagen
warten ungeahnte Abenteuer auf Miss Maple und ihre Herde – bis
es ihnen tatsächlich gelingt, Licht ins Dunkel zu bringen und
den rätselhaften Tod ihres Schäfers aufzuklären... |
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Buchstaben-Salat-Rezension (Hörbuch):
Zunächst
konnte ich mich nicht entscheiden, ob ich mir "Glennkill"
in der Buch- oder Hörbuchversion zulegen sollte. Dass es
das Hörbuch geworden ist, erscheint mir im Nachhinein
gesehen als richtige Entscheidung, da Andrea Sawatzki den
Schafskrimi ganz wunderbar vorträgt. Die Geschichte an
sich ist sehr humorvoll, doch die Vorleserin erweckt die
Schafsherde und ihre individuellen Persönlichkeiten durch
Betonung und Stimmlage erst zum Leben. Da ist Moppel (the
wale), das dickliche Schaf, das einen guten Snack zu
schätzen weiß und sich dabei nicht nur auf Pflanzen
beschränkt, sondern allem potentiell Fressbaren recht
aufgeschlossen ist. Das gute Futter muss sich nicht nur
auf seinen Hüftumfang, sondern auch positiv auf sein
Erinnerungsvermögen ausgewirkt haben, denn er ist das
"Gedächtnisschaf" der Herde, das sich alle Geschehnisse
merken kann. Diese Fähigkeit wird von Miss Maple eifrig
genutzt, die als klügstes Schaf der Herde und mit dem
(fast) entsprechenden Namen ausgestattet natürlich die
Ermittlungsarbeiten leitet.
Die Schafsherde besteht aus weiteren Tieren mit ganz
unterschiedlichen Persönlichkeiten, die nicht zu kurz
kommen. Die menschliche "Herde" spielt dabei auch eine
Rolle, muss doch aus ihren Reihen der Mörder stammen, der
für den Tod des Schäfers George (der den Schafen immer so
wunderbar vorgelesen hat, u.a. Liebesromane mit pikantem
Inhalt) verantwortlich ist. Mit ihrem Schafsverstand und
verschiedenen Talenten ausgestattet, versuchen die Schafe,
den Mord aufzuklären. Dabei gelingt es Swann ganz
wunderbar, die Sicht der Schafe auf die Menschen zu
zeichnen, ohne die Tiere dabei zu vermenschlichen. Sie
bleiben, was sie sind, nämlich Schafe und zeigen am Ende
den Menschen, dass sie zu viel mehr taugen, als Grasen und
Wolle produzieren.
Ich
kenne zwar nur die Hörbuchfassung der Geschichte, doch ich
denke, dass "Glennkill" in dieser Form einfach am besten
seine Wirkung zeigen kann. Nur so kommt man in den Genuss,
die detektivischen Schafe energisch "Gerööööchtigkeit"
blöcken zu hören oder versteht, warum Cloud so gerne ein
Wolkenschaf wäre und warum Sir Richfield so griesgrämig
ist. Die Schafe bekommen eine Stimme und verleihen damit
dem Schafskrimi erst den richtigen Charme. |
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Besucherrezension von Silke, 21. Januar 2006 |
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Dieses Buch war für mich eine
herbe Enttäuschung!! Dies ist ein Schafskrimi! Da ich
Tierkrimis liebe, dachte ich dies sei das Buch für mich, doch
diese Schafe sind sehr gewöhnlich. Sie können nicht reden,
Gras ist bei ihnen Gras und keine Droge… Den ein oder anderen
Lacher konnte mir das Buch entlocken, da die Schafe ja schon
liebenswert sind und sie ja auch den Mörder ihres Schäfers
finden wollen und dabei kein Abenteuer scheuen, aber es konnte
mich nicht überzeugen. Viele Namen werden am Ende
aufgeschmissen, dass einem der Kopf raucht und bald war dann
auch der Mörder gefunden.
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Drei-Minuten-Rezension von honeybea, 22. September 2005 |
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Rezensiert wurde die Hardcover-Ausgabe.
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Aufmachung: |
Robuste Bindung, starker Buchrücken. Dieses Buch hält etwas
aus und taugt zu mehrfachem Lesen. Normales Papier. Durchschnittliche
Papierstärke. Das Cover ist ein Blickfang. Normales Schriftbild. Weder zu
kleine, noch zu große Schriftgröße. |
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Passt Cover zum Inhalt: |
Ja |
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Erzählperspektive: |
Auktorialer Erzähler (Erzähler ist allwissend, kommentiert,
deutet an, blendet vor und zurück im Geschehen) Personaler Erzähler
(erzählt aus Perspektive der handelnden Person, kann z.B. absatz- oder
Kapitelweise wechseln). |
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Einstieg in die Geschichte: |
Spannend, originell, interessant. Der Autor hat sich Mühe
gegeben, den Einstieg zu erleichtern. |
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Plot: |
Originell. Teilweise neue und erfrischende Ideen. Sind gar
nicht so blöd, diese Schäfchen! |
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Figuren: |
Vielschichtig und interessant. Sympathisch und mitreißend.
Weder durch und durch gut bzw. böse. Originell und verrückt.
Nachvollziehbar in ihren Motiven. Gerade unter der ermittelnden
Schafgemeinde gibt es Reinweiße, Schwarzweiße, ganz Schwarze, wollig
Weiße. Die Anzahl der schwarzen Schafe innerhalb der Gemeinde der üblichen
Verdächtigen ist allerdings signifikant größer..... Mein Favorit, Mopple
the Whale!!!! |
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Setting: |
Realistisch und lebensecht. Man kann sich alles sehr gut
vorstellen. Die Autorin hat den Charme der grünen Insel gut eingefangen.
Die tierischen Graskonsumenten sowie ihre zweibeinigen Inselmitbewohnen
repräsentieren ihre grüne Heimat liebenswert, authentisch und überzeugend.
Ein irisches Schaf muss auch halt mal ein Guinness vertragen können um
einen Preis gewinnen zu können.... |
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Lesefluss: |
Locker. Die Geschichte lässt sich leicht lesen. Sonstiges /
Kommentar: Geschichte hat im Mittelteil einen kleinen "Hänger". Die
Rückblenden wirken etwas "arty-farty". |
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Sprache: |
Präzise und treffend. Man kann sich alle Schauplätze gut
vorstellen. Man bekommt gut vermittelt, wer eigentlich die wahren (dummen)
Schafe sind. |
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Zusatzmaterial: |
Personenregister |
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Stärken: |
Aufmachung, Einstieg in die Geschichte, Plot (Geschichte),
Charakterzeichnung, Setting, Lesefluss, Sprache |
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Schwächen: |
keine |
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Letzte Worte: |
Ein erfrischendes Debut!!!! Man kann sich gut in die Welt
der "woolen jumpers" hereinversetzen, wenn man sich erstmal mit der
Denkweise der Riesenwollknäuel vertraut gemacht hat. Die nehmen uns
nämlich genau beim Wort! |
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Weitere Informationen
Alle Bücher des Autoren auf Buchstaben-Salat.de
Autoren-Homepage |
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