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"Prince Raoden of Arelon awoke early that morning,
completely unaware that he had been damned for all eternity." |
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Inhalt:
Bis vor zehn Jahren wurde Elantris - die Hauptstadt Arelons -
von Menschen bewohnt, die durch das "Shaod" in magiebegabte,
gottähnliche Wesen verwandelt worden waren. Doch die Magie
verschwand urplötzlich und Elantris begann zu verfallen, seine
Einwohner degenerierten zu kraftlosen Schatten ihrer selbst.
Prinzessin Sarene von Teod reist zehn Jahre nach dem Fall von
Elantris nach Kae, der neuen Hauptstadt des Reiches unmittelbar
neben den Überbleibseln von Elantris gelegen. Eine Hochzeit mit
Kronprinz Raoden soll ihre Heimat Teod mit dem Reich Arelon
gegen die religiösen Imperialisten von Fjordell vereinigen.
Doch als Sarene in Kae eintrifft, wird ihr der unerwartete Tod
des Verlobten mitgeteilt. Sarene verstrickt sich daraufhin in
einen Konflikt gegen einen Hochpriester der Fjordell, Hrathen.
Während die Prinzessin für die Freiheit Teods und Arelons
kämpft, strebt dieser die Konvertierung der örtlichen
Bevölkerung zu seiner Religion an, um den fjordellschen
Streitkräften die feindliche Übernahme des Reiches zu
erleichtern. In der Zwischenzeit kennt kaum jemand die Wahrheit
über das wahre Schicksal Prinz Raodens: Durch das "Shaod" wurde
auch er in einen Elantrianer verwandelt und versucht nun, seine
Leidensgenossen in der verfallenen Stadt zu vereinen.
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Buchstaben-Salat-Rezension:
Dass "Elantris" Sandersons Erstveröffentlichung ist, hat
mich wirklich überrascht. Wenn dieser Mann bereits bei seiner ersten
Publikation so ausgereift und ideenreich schreibt, dann bin ich auf
seine weiteren Bücher gespannt. Elantris ist eine komplexe,
originelle Geschichte, die vor allem durch ihre Protagonisten
besticht und zunächst in drei parallelen Handlungsfäden erzählt
wird. Einen davon bestreitet Prinz Raoden, der durch das Shaod in
einen Elantrier verwandelt wurde. Noch vor zehn Jahren war dies eine
große Ehre und die Elantrier lebten wie gottähnliche Wesen in einer
Stadt von fast überirdischer Schönheit. Doch nun ist Elantris
verfallen und seine Bewohner vegetieren zwischen Leben und Tod
dahin. Was den Prinzen so sympathisch - und die Geschichte so
spannend - macht, sind sein Überlebenswille und Ideenreichtum.
Während Raoden für ein
besseres Leben im Elend der verrotteten Stadt kämpft, erwartet seine
Verlobte eine unangenehme Überraschung. Als Sarene, Prinzessin von
Teod, in der Heimat des Prinzen eintrifft, wird ihr das Ableben
ihres Zukünftigen mitgeteilt und sie sieht sich an einem ihr fremden
Königshof gestrandet. Doch die intelligente junge Frau verzweifelt
nicht etwa, sondern sieht in ihrer Situation eine spannende
Herausforderung: Sarene liebt die Politik und den intrigenreichen
Hof ihres Schwiegervaters (das Ableben ihres Verlobten machte die
Ehe trotzdem gültig) sieht sie als ideale Stätte, ihre Leidenschaft
auszuleben. Ebenso wie Raoden ist die Prinzessin eine starke
Persönlichkeit und vor allem ihre Konfrontationen mit der dritten
Hauptperson in "Elantris" - dem Gyorn Hrathen - gehören zu den
besten Stellen des Buches, denn die beiden kämpfen nicht mit Waffen,
sondern mit Worten.
Insgesamt stellt "Elantris" eine
komplexe Geschichte mit vielen wundervollen Charakteren dar. Das
Spannungsniveau ist gleich bleibend, der Schluss befriedigend, wenn
sich auch die letzten Seiten ein wenig ziehen und hier eine
Straffung nicht geschadet hätte. Die Politik am Königshof spielt ein
große Rolle, doch die Entwicklung Raodens in Elantris stellt einen
schönen Ausgleich hierzu dar. Immer wieder überrascht der Autor mit
kleinen Offenbarungen oder witzigen Einlagen. Ein rundes
Leseerlebnis abseits des Fantasy-Einheitsbreis das ich aus vollem
Herzen empfehlen kann!
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Zur englischen Ausgabe:
Einfach bis mittelschwer, für geübte Leser kein Problem, aber auf für
Anfänger einen Versuch wert.
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