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"It was nearing midnight and the Prime Minister was sitting alone in his
office, reading a long memo that was slipping through his brain
without leaving the slightest trace of meaning behing." |
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Inhalt:
Während Harry Potter in seinem Schlafzimmer im Hause der
Dursleys im Privet Drive einem Besuch Dumbledores
entgegenfiebert, wabert ein für den Hochsommer ungewöhnlicher
Nebel durch die Straßen. Seinen Schuldirektor hat Harry zum
letzten Mal gesehen, als sich dieser ein Duell mit seinem
Widersacher Lord Voldemort lieferte - und Harry kann es einfach
nicht glauben, dass Dumbledore ihn bei seinen lieblosen
Pflegeeltern besuchen wird. Was ist so wichtig, dass es nicht
bis zur Rückkehr Harrys nach Hogwarts warten kann? |
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Buchstaben-Salat-Rezension:
Klappe, die vorletzte.
Das Ende rückt näher - und damit ist nicht nur das sechste Schuljahr
Harry Potters auf der Zaubererschule Hogwarts gemeint, sondern auch
die unausweichliche Konfrontation mit seinem großen Widersacher Lord
Voldemort. Und genau hierauf bereitet Joanne K. Rowling sowohl ihren
jungen Helden, als auch ihre Leser vor. Der sechste Band
unterscheidet sich noch mehr als der fünfte von den anfänglichen
Abenteuern des jungen Harrys. Es herrscht Krieg im Reich der
Zauberer und Hexen, deren Leben in einer Atmosphäre ständiger
Bedrohung abläuft, unterbrochen von gelegentlichen Mord- und
mysteriösen Zwischenfällen. Sogar die Welt der Muggel wird
beeinträchtigt, was bereits im ersten Kapitel von "Harry Potter und
der Halbblutprinz" klar wird.
Im sechsten Band erhält der Leser so
viele Informationen über die Hintergrundgeschichte Lord Voldemorts
und Harrys Bestimmung, wie in allen fünf vorangegangenen Bänden
zusammen. Was sich ansonsten immer auf den letzten Seiten
offenbarte, wird im neuen Buch über einen ganzen Band ausgebreitet.
Rowling fügt hierdurch viele Puzzelteile zusammen, lässt jedoch noch
ausreichend Fragen offen, um dem abschließenden siebten Band nicht
die Spannung zu nehmen. Und versorgt Harry zugleich mit allem, was
er wissen muss, um seinem großen Widersacher entgegentreten zu
können. Natürlich spielt auch der Alltag in Hogwarts eine Rolle,
doch Unterricht und Quidditch treten etwas in den Hintergrund, die
großen Themen sind die erste Liebe der mittlerweile arg
pubertierenden jungen Zauberer und Hexen der sechsten Klasse sowie
die Geschehnisse im Aufenthaltsraum der Gryffindors - ein Großteil
der Handlung wird aus den Klassenräumen hierhin verlegt.
Ein weiteres Geheimnis zieht sich
durch den ganzen Band und wird erst gegen Ende aufgedeckt: Wer ist
der mysteriöse Halbblutprinz, dessen Identität zu wilden
Spekulationen anregt? Diese und weitere Fragen wirft Rowling schon
recht zu Beginn des sechsten Bandes auf und hält ihre Leser bei der
Stange. Liebevoll gestaltete Details, wie man sie vor allem in den
ersten Bänden der Reihe gefunden hat, werden weniger, auch Quidditch
und der Wettstreit der Häuser untereinander geraten in den
Hintergrund. Doch all dies gehört zu einer Entwicklung, die sich bei
einer solchen Reihe ganz zwangsläufig ergeben musste. Die Stimmung
wird düsterer, die Figuren älter und die Bedrohung wächst. Da rücken
Flubberwürmer oder Bertie Botts Bohnen aller Geschmacksrichtungen
einfach in den Hintergrund. Das nette, phantasievolle Märchen hat
sich schließlich in eine spannende, komplexe Geschichte verwandelt,
deren Fäden sich nach und nach aufzulösen beginnen.
Insgesamt erinnert mich der sechste
Band stark an den fünften. Der Kampf zwischen Gut und Böse vertreibt
den Schulalltag von Hogwarts immer mehr, obwohl auch hier
Freundschaft, erste Liebe und allerlei Scherze nicht ganz außer Acht
gelassen werden. Letztendlich aber läuft die Handlung auf einen
großen Showdown hinaus, indem einmal mehr Harry Potter mit dem Bösen
konfrontiert wird.
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Zur englischen Ausgabe:
Sprachlich komplexer als die
Vorgänger und schon allein aufgrund seiner Länge eher abschreckend für
Einsteiger. Wer keine Probleme mit Band 1 und 2 der Reihe hatte, sollte sich
aber ruhig an diesem Buch versuchen!
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Drei-Minuten-Rezi von Stefan, 29. Juli 2005 |
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Teil sechs beginnt mit einem Knaller, den ich
persönlich nicht für möglich gehalten habe. Aber alles ist
möglich in Harry Potters Welt. Die einst so fast unbeschwerte
Zeit, die Harry mit seinen Freunden in Hogwarts verbringen
durfte, schwand unwiederbringlich mit der Auferstehung Lord
Voldemorts dahin. Es herrscht offener Krieg in der Zaubererwelt.
Leute verschwinden oder werden im Kampf getötet. Die Grenzen
zwischen gut und böse verschwimmen.
Nach Harrys Sommeraufenthalt bei den Dursleys
erlebt er die letzten glücklichen Tage im Fuchsbau bevor er in
die Zaubererschule zurückkehrt und gleich eine faustdicke
Überraschung erlebt. Innerlich vom pubertierenden Halbwüchsigen
zum fast Erwachsenen gereift, bleibt ihm seine Dickköpfigkeit,
seine Streitlust und vor allem sein Mut. Er wird all das
brauchen, denn Schulleiter Albus Dumbledore weiht ihn in
Privatstunden in die Geheimnisse Tom Riddles ein und wie er
möglicherweise zu besiegen wäre. Bis zum Ende verschleiert JKR
geschickt die Identität des Halbblutprinzen nur um uns und Harry
gleich ein neues Rätsel aufzugeben. Harry muss nun die Aufgabe
erledigen, für die er auserwählt wurde. Mut und Hass werden
seine stärkste Motivation sein.
JKR steuert unaufhaltsam dem Höhepunkt der
Serie zu. Was einstmals als Kinderbuch begann, in dem
zauberhafte Dinge geschahen, witzige Dialoge und skurrile
Charaktere vorherrschten und das Grauen nur in kleinen Dosen
verabreicht wurde, hat sich der sechste Band der Saga um Harry
und den dunklen Lord nun zu einem wahren Fantasy-Thriller
entwickelt, den man Kindern nicht als Gutenachtgeschichte
vorlesen sollte. Natürlich bleiben diese Romane nicht nur im
Gedächtnis wegen ihrer unglaublich spannenden Geschichte. Joanne
K. Rowling vermittelt ein zutiefst humanistisches Gedankengut
und das ist es, was mich am meisten anspricht. Liebe besiegt
Hass, Vertrauen kann manchmal bis in den Tod währen;
Freundschaft und der Mut, füreinander einzustehen, sind die
wichtigsten Dinge im Leben.
Ich für meinen Teil finde es grausam, noch
ein bis zwei Jahre warten zu müssen, bis wir wissen, wer am Ende
siegt. Es kann nur einen geben, das ist klar. Aber vielleicht
hält Joanne auch hier noch ein paar Überraschungen für uns
bereit. |
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Drei-Minuten-Rezension von
Silke S., 14. Dezember 2005 |
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Rezensiert wurde die Hardcover-Ausgabe.
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Aufmachung: |
Robuste Bindung, starker Buchrücken. Dieses Buch hält
etwas aus und taugt zu mehrfachem Lesen. Normales Papier.
Durchschnittliche Papierstärke. Das Cover ist ein Blickfang. Normales
Schriftbild. Weder zu kleine, noch zu große Schriftgröße. |
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Passt Cover zum Inhalt: |
ja |
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Erzählperspektive: |
Auktorialer Erzähler (Erzähler ist allwissend,
kommentiert, deutet an, blendet vor und zurück im Geschehen). |
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Einstieg in die Geschichte: |
Geheimnisvoll. Reizt zum Weiterlesen. |
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Plot: |
Abgefahren. Teilweise sehr verrückte und absurde
Geschehnisse. |
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Figuren: |
Vielschichtig und interessant. Sympathisch und mitreißend. |
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Setting: |
Realistisch und lebensecht. Man kann sich alles sehr
gut vorstellen. Verrückt, aber glaubwürdig. Auch wenn nicht alles
realistisch wirkt, nimmt man die Utopie doch ab. |
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Lesefluss: |
Locker. Die Geschichte lässt sich leicht lesen.
Konstant. Gleich bleibendes, normales Spannungsniveau. Ansteigende
Spannung. Spannungsbogen kulminiert in furiosem Finale. Abwechslungsreich.
Man kann das Buch kaum aus der Hand legen. |
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Sprache: |
Präzise und treffend. Man kann sich alle Schauplätze
gut vorstellen. Entrückend. Der Autor vermag einen mit der Kraft seiner
Worte an den Ort des Geschehens zu versetzen. |
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Zusatzmaterial: |
nicht vorhanden |
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Stärken: |
Plot (Geschichte), Charakterzeichnung, Setting (Umwelt, in
der die Handlung spielt), Lesefluss |
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Schwächen: |
keine |
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