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Laura Resnick


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Flammenherz
In Legend Born
(2)


Teil 2, Die Chroniken von Sirkara
559 Seiten (TB), Verlagsgruppe Droemer Knaur
Genre: Epische Fantasy

Bewertung (1-10):

"Koroll hatte Shaljir noch nie während des Sommers besucht."

Inhalt:
Seit tausend Jahren leidet Sileria unter der Herrschaft fremdländischer Eroberer: Die letzten - die skrupellosen Valdani - haben die silerianischen Bergvölker  zu Sklaven gemacht. Ganze Dörfer wurden ausgelöscht und die unschuldige Bevölkerung in die Minen verbracht, wo sie ohne Hoffnung auf Entkommen bis zu ihrem Tode arbeiten müssen. Durch eine Prophezeiung werden fünf verzweifelte Menschen zusammen gebracht, die eine Allianz gegen die Valdani formen: Ein tödlicher Krieger; eine attraktive Adelige; Silerias mächtigster Magier, der darauf brennt, sich an den Valdani zu rächen; und eine Feuermagierin, deren Visionen diese ungleiche Allianz zusammengebracht haben...

Buchstaben-Salat-Rezension:
So gegensätzlich wie die Feuer- und Wassermagie, die es auf der Insel Sileria gibt, so unterschiedlich sind auch die Menschen, die auf ihr Leben: Die einen frei und mächtig, die anderen unterdrückt und oft halb verhungert. Denn Sileria ist vor zweihundert Jahren von den Valdani erobert worden, ein Volk, das erbarmungslos einen Eroberungsfeldzug nach dem anderen führt und die unterworfenen Länder zu seinem Vorteil ausbeutet. Doch nun regt sich Widerstand unter den silerianischen Bergvölkern und ein Mann schafft es, sein durch Fehden zerrissenes Volk zu einen und gegen die Besatzungsmacht anzugehen.

Rund um den einst einfachen Bergbauern Josarian scharen sich nach und nach die verschiedensten Charaktere, um für die Freiheit ihres Landes zu kämpfen - jeder mit seinen eigenen Mitteln und Kräften. Da ist z.B. Mirabar, eine junge Frau unbekannter Herkunft mit feuerroten Haaren und Augen, die über mächtige Feuermagie verfügt und seit Monaten von Visionen über den Befreier Silerias geplagt wird. Die Adelige Elelar kämpft nicht mit Magie, sondern mit Intelligenz und ihrem schönen Körper um ihr Land. Zu diesen beiden Frauen gesellen sich im Laufe der Geschichte unzählige weitere Figuren, von denen manche ihren Weg erst noch finden müssen.

Laura Resnick erzählt die Geschichte der Rebellion um Sileria in einem hohen Tempo und ohne großen Spannungsabfall. Allerdings sind Silerianer und Valdaner zwei blutrünstige Völkchen, die weder Freund noch Feind schonen, wenn es die Situation erfordert. Zart besaitete Leser sollten daher eher von diesem Buch absehen. Mich hat dies zwar weniger gestört, dafür hatte ich mit einer bestimmten Eigenart der Autorin ein paar Probleme: Resnick lässt ihre Figuren oft seitenweise vor sich hinbrüten, ihre Motive hinterfragen oder bestimmte Situationen noch einmal überdenken. Das ist an sich keine schlechte Sache, da es einer Geschichte Tiefe verleiht und vermeidet, von einer Actionszene zur nächsten zu springen. Doch meiner Meinung nach hat die Autorin es etwas damit übertrieben - etwas weniger Reflexion, dafür mehr Dialoge hätten der Geschichte sicherlich nicht geschadet.

Ein Wort noch zu den vielen fremdartigen Begriffen wie "shallaheen", "shatai" oder "torena": In meiner englischen Originalausgabe wäre ein Glossar sicherlich von großem Nutzen gewesen, denn meist wurden die Begriffe nur einmal erklärt und dann wie selbstverständlich weiter benutzt - für mich war es anfangs nicht leicht, die verschiedenen Bezeichnungen auseinander zu halten.

Alles in allem stellen "Feuerbringer" und "Flammenherz" eine (fast) abgerundete, spannende Geschichte von einem Volk, das mit allen Mitteln und großen Opfern um seine Freiheit kämpft, dar. Das Ende ist relativ abgeschlossen, dennoch bleiben genügend Handlungsfäden unvollendet, die erst in der Fortsetzung zu einem Ende gebracht werden.

Zur englischen Ausgabe:
Die vielen fremdartigen Begriffe verwirren sicherlich Mutter- wie Fremdsprachler. Ansonsten würde ich das sprachliche Niveau als mittelmäßig hoch einschätzen, für Anfänger vielleicht nicht die beste Wahl, ansonsten keine große Hürde.

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