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Knochenlese
Grave Secrets
(2)


Teil 5, Tempe-Brennan-Reihe

416 Seiten (TB), Verlagsgruppe Randomhouse
Genre: Medical Thriller

Bewertung (1-10):

 

"'I'm dead. They killed me as well.'"

Inhalt:
Im Jahr 1982 ereignete sich in Chupan Ya, einem kleinen Dorf in Guatemala, ein schreckliches Verbrechen. Während des Bürgerkrieges stürmte ein Militärkommando die Häuser, verschleppte, quälte und tötete Frauen und Kinder. Heute, 20 Jahre nach dem Massaker, machen sich die Mitglieder einer Menschenrechtsorganisation daran, die lang verschwiegene Bluttat aufzuklären. Unterstützt werden sie von Dr. Tempe Brennan aus Montreal, die sich bereit erklärt hat, bei der Identifizierung der Opfer zu helfen.

Die abgebrühte Kriminologin beginnt mit einer Knochenlese, die selbst ihr alles abverlangt. Als ein Attentat auf ihre Kollegen verübt wird, lässt sich nicht mehr leugnen, dass die amtierenden Machthaber in ihrer Kaltblütigkeit den Anhängern früherer Regimes mehr als ebenbürtig sind. Brennan folgt einer Spur, die sich von der dunklen Vergangenheit des Landes bis zu einer rätselhaften Mordserie im heutigen Guatemala City führt, wo sie ihres Lebens bald nicht mehr sicher ist.

Buchstaben-Salat-Rezension:
Nach den relativ spannenden Vorgängern (vor allem Band 2-4) fand ich "Knochenlese" wieder etwas zäher und langweiliger. Tempe Brennan befindet sich auf einem Auslandsaufenthalt in Guatemala und hilft dort bei der Identifizierung eines 20 Jahre zurückliegenden Massakers an der einheimischen Bevölkerung. Gleichzeitig wird sie auch noch in einen weiteren Fall hineingezogen, bei dem es um verschwundene junge Frauen aus Guatemala-City geht.

Ich kann nicht genau erklären, woran es lag, aber ich habe untypisch lange für "Knochenlese" gebraucht und wurde nicht ganz warm mit der Geschichte. Langsam geht mir auch die unbewegliche Geschichte zwischen Tempe und Ryan auf die Nerven, seit mehreren Bänden tut sich da kaum etwas. Bei mir weckt das den Eindruck, dass das Geplänkel zwischen den beiden Figuren reine Taktik von Reichs ist, ihre Leser bei der Stange zu halten und eine zweite Ebene von Geschichte neben den Kriminalfällen zu schaffen. Sozusagen ein Serieneffekt, der zum Weiterlesen animieren soll. Bei mir funktioniert das allerdings nicht, denn ich finde, wenn eine Autorin schon solche eine Beziehung ins Spiel bringt, sollte diese auch ein Mindestmaß an Entwicklung erfahren, ansonsten macht es keinen Sinn.

Natürlich war dies nicht der einzige Grund, warum mir das Buch nicht so zugesagt hat, wie die anderen. Ich fand den Fall um die verschwundenen Mädchen nicht sonderlich aufregend und meiner Meinung nach lief die Geschichte zu gradlinig und wendungsarm ab, um wirklich spannend zu sein. Hoffentlich wird der nächste Band der Reihe wieder etwas aufregender.

 

Zur englischen Ausgabe:
Für geübte Leser kein Problem (noch weniger, wenn man schon "pathologische" Erfahrung hat, z.B. durch die Bücher von Patricia Cornwell) - die französischen Ausdrücke sind in diesem Buch eher selten gesät
, allerdings finden sich diesmal einige unübersetzt bleibende spanische Wendungen.

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