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Kathy Reichs


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Knochenarbeit
Death du Jour
(2)


Teil 2, Tempe-Brennan-Reihe

415 Seiten (TB), Verlagsgruppe Randomhouse
Genre: Medical Thriller

Bewertung (1-10):

"If the bodies were there, I couldn't find them."

Inhalt:
Grauenvolles erwartet die forensische Anthropologin Tempe Brennan, als sie in den kleinen Ort St. Jovice gerufen wird: ein niedergebranntes Haus mit sieben Leichen, zwei davon Babys, denen das Herz fehlt. Nur zu gern widmet sie sich deshalb ihrem anderen Auftrag - der Exhumierung der Ordensschwester Elisabeth Nicolet zwecks postumer Heiligsprechung. Doch erst liegt die Nonne in einem falschen Grab, und dann entdeckt Tempe gemeinsam mit Detective Ryan eine entsetzliche Parallele zu dem Fall von St. Jovice.

Buchstaben-Salat-Rezension:
Kathy Reichs hat mit Band zwei der Reihe um die forensische Anthropologin Tempe Brennan meiner Meinung nach zwei Dinge geschafft: Zum einen hat sie sich im Vergleich zu "
Tote lügen nicht" enorm gesteigert, zum anderen ließ sie mich endgültig mit Tempe Brennan warm werden. Endlich entdecke ich Unterschiede zur Überfrau der literarischen Pathologie, Patricia Cornwell's Kay Scarpetta. Brennan verfügt nämlich - im Gegensatz zu ihrer Kollegin - über Witz und eine ordentliche Portion Schlagfertigkeit. Und außerdem hat ihr Kollege von der Polizei - Andrew Ryan - viel mehr Sexappeal als Dauernörgler Pete Marino *g*.

Zudem ist die Geschichte viel spannender und vielschichtiger als der Vorgängerband. Nach und nach verdichten sich scheinbar zusammenhanglose Vorfälle zu einem großen Ganzen, nebenbei lernt der Leser Tempe's eigentliches Heim in Charlotte kennen, wo sie an der Universität unterrichtet. Diese Arbeit unterbricht sie regelmäßig in den Semesterferien, um dann in Montréal ihrer Arbeit am gerichtsmedizinischen Institut nachzugehen. "Knochenarbeit" bringt dem Leser aber nicht nur die Figur der strebsamen Anthropologin näher, sondern auch ihre Familie. Der Leser lernt Birdie, ihren Kater, Schwester Harry und Neffe Kit, sowie Ex-Mann Pete kennen und Tochter Katy wird ein weiterer Gastauftritt beschert. Hierdurch wird Tempe mit ihren Ängsten, Sehnsüchten und Konflikten viel griffiger - ein Punkt, der mich ihr wesentlich näher brachte, als es das erste Buch schaffen konnte.

Alles in allem beginnt die Reihe für mich ihrem guten Ruf zu entsprechen und ich bin schon gespannt, ob diese positive Entwicklung anhält.

Zur englischen Ausgabe:
Für geübte Leser kein Problem (noch weniger, wenn man schon "pathologische" Erfahrung hat, z.B. durch die Bücher von Patricia Cornwell) - die französischen Ausdrücke sind in diesem Buch eher selten gesät, da es zu großen Teilen nicht in Montréal spielt. Dafür besteht allerdings Akronym-Alarm, denn die vielen Abkürzungen wären sicherlich schon in der deutschen Übersetzung nur schwer auseinander zu halten.

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