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Kathy Reichs


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Durch Mark und Bein
Fatal Voyage
(2)


Teil 4, Tempe-Brennan-Reihe

412 Seiten (TB), Verlagsgruppe Randomhouse
Genre: Medical Thriller

Bewertung (1-10):

"I stared at the woman flying through the trees. Her head was forward, chin raised, arms flung backwards like the tiny chrome goddess on the hood of a Rolls-Royce. But the tree lady was naked, and  her body ended at the waist."

Inhalt:
Die Welt Flug 228 der TransSouth Air ist über Swain County, North Carolina, abgestürzt. Man betraut die forensische Anthropologin Tempe Brennan mit der Identifikation der Opfer, die zum Großteil sehr jung waren: Mitglieder und Fans eines College-Fußballteams. Bei Nachforschungen zu einem zusätzlichen grausigen Fund in der Nähe des Unglücksortes, einem einzelnen Fuß, der auf Grund seiner Verwesung und seines Alters nicht von einem der Passagiere stammen kann, wird Tempe von höchster Stelle behindert. Und plötzlich trachtet jemand ihr nach dem Leben...

Buchstaben-Salat-Rezension:
Langsam wird Kathy Reichs für mich zur Königin der Abkürzungen. Ob NTSB, DMORT oder CVR - Reichs hat sie alle und meist zu mehreren auf einer Seite. Auch wenn bei einem Flugzeugabsturz wie er in "Durch Mark und Bein" geschildert wird viele unterschiedliche Zuständigkeiten bei der Aufklärung des Unglücks zusammenarbeiten, war die Fülle an Akronymen für mich doch recht verwirrend. Hinzu kommen Dutzende von Namen - und damit meine ich nicht nur die Liste verdächtiger Personen, die Tempe Brennan sich im Laufe des Buches zusammenstellt, sondern auch die diverse Kollegen, Motelbesitzer, Familienmitglieder und Tiere.

Apropos Tiere: Brennan ist nämlich auf den Hund (Boyd) gekommen und dieser ermittelt eifrig mit. Gibt es da nicht die bösartige Unterstellung, dass immer wenn eine Serie nicht mehr gut läuft, ein Tier in den Plot hineingeschrieben wird? ;)

Doch zurück zum Anfang der Geschichte. Brennan wird zum Schauplatz eines Flugzeugabsturzes gerufen und findet bei ihrer Arbeit - dem Identifizieren der Toten - plötzlich einen einzelnen Fuß, der nach eingehender Untersuchung nicht zu einem der vielen Opfer gehören kann. Bei ihren Nachforschungen werden Brennan immer mehr Fallstricke gestellt und wieder mal wird sie selbst zur Zielscheibe der Bösen. Die Idee des Buches fand ich an sich sehr gut und Reichs gelingt die Beschreibung der Unfallstelle in eindringlicher, aber niemals blutrünstiger Art. Doch das Rätsel um den "anonymen" Fuß entwickelt sich mehr und mehr zum Namenswirrwarr, denn Brennan ist auf einmal unzähligen Namen auf der Spur und ich hatte Schwierigkeiten, den Überblick zu behalten.

Alles in allem war "Durch Mark und Bein" für mich von der Atmosphäre her eines der besseren Bücher um die forensische Anthropologin Tempe Brennan, vor allem ihre Einsamkeit und Willenskraft werden hervorragend geschildert. Doch den eigentlichen Fall fand ich nur mäßig spannend und musste mich stellenweise durch die recht zähen Ermittlungsarbeiten durchkämpfen. Gäbe es eine 7,5 in meiner Bewertungsskala - hier würde ich sie vergeben...

Zur englischen Ausgabe:
Für geübte Leser kein Problem (noch weniger, wenn man schon "pathologische" Erfahrung hat, z.B. durch die Bücher von Patricia Cornwell) - die französischen Ausdrücke sind in diesem Buch eher selten gesät, da es zu großen Teilen nicht in Montréal spielt. Dafür besteht allerdings Akronym-Alarm, denn die vielen Abkürzungen wären sicherlich schon in der deutschen Übersetzung nur schwer auseinander zu halten.

Besucherrezension von Silke, 28. Juni 2004

Wie gewohnt fängt dieser Thriller mit detaillierten Leichenteilen an. Ein Flugzeugabsturz ist das neue Aufgabengebiet von Tempe Brennan, die aber eigentlich nur zufällig am Tatort auftaucht und auf der Durchreise nach Charlottenburg zu einem Seminar ist. Als Expertin tritt sie auf, eckt aber gleich mit ihrem bestimmenden Auftreten und Anordnungen an. Dies bleibt nicht ohne Folgen. Beim Einsammeln und Zuordnen der Leichenteile stößt Tempe auf einen Fuß, der zu keinem der Passagiere, die sich in dem abgestürzten Flugzeug befanden, passen will.

Ein großes Rätselraten beginnt, und plötzlich gibt es auch eine Tote, die eng mit Tempe zusammenarbeiteten! Tempe wird wegen unsachgemäßen Verhalten an den Pranger gestellt und suspendiert. Sie kann sich die plötzlichen Vorwürfe nicht erklären und ermittelt auf eigene Faust. Was sie dabei entdeckt zieht weite Kreise... Ich fand das Buch anfangs sehr spannend, allerdings wären machen Details besser ungeschrieben geblieben *schauder*. Das Ende ist etwas zu hektisch und verworren und zu plötzlich zu Ende.

 

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