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"Am letzten Tag, bevor er
zur Bundeswehr mußte, war Frank Lehmann in keiner guten
Stimmung." |
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Inhalt:
Wir befinden uns im Jahre 1980 in der Neuen Vahr Süd, einem ganz
und gar nicht pittoresken Neubauviertel im Osten von Bremen. Für
Frank Lehmann, der gerade seine Lehre beendet hat, noch immer
bei seinen Eltern wohnt und irgendwie vergessen hat, den
Wehrdienst zu verweigern, wird es ein hartes halbes Jahr. Zwar
gelingt ihm nach einem Streit der Auszug aus dem Elternhaus in
eine chaotische Wohngemeinschaft, aber ein neues Zuhause hat er
damit noch lange nicht gefunden, und die Neue Vahr Süd holt ihn
immer wieder ein. Und während Frank - noch immer rätselnd, wie
es so weit kommen konnte - in der Kaserne strammstehen, Hemden
auf Din A4 falten und durchs Gelände robben muss, streiten seine
Freunde für ihre Version der proletarischen Weltrevolution,
gegen Militär und Aufrüstung und um die energische Sibille, ohne
diese allerdings vorher nach ihrer Meinung gefragt zu haben.
Hin- und hergerissen zwischen Auflehnung und Resignation kämpft
Frank Lehmann hart am Abgrund und mit allen erlaubten und
unerlaubten Mitteln für eine eigene, würdige Existenz zwischen
zwei widersprüchlichen Welten. |
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3-Minuten-Rezension von
Hummel,
16. April 2005 |
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Rezensiert wurde die Hardcover-Ausgabe.
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Aufmachung: |
Robuste Bindung, starker Buchrücken. Dieses Buch hält etwas
aus und taugt zu mehrfachem Lesen. Normales Papier. Durchschnittliche
Papierstärke. Das Cover ist durchschnittlich und unauffällig. Normales
Schriftbild. Weder zu kleine, noch zu große Schriftgröße. |
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Passt Cover zum Inhalt: |
Ja |
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Erzählperspektive: |
Personaler Erzähler (erzählt aus Perspektive der handelnden
Person, kann z.B. absatz- oder Kapitelweise wechseln). Herr Lehmann aus
dem gleichnamigen Roman ist wieder die Hautperson. Durch die geniale
Wurschteligkeit dieses "Helden" ist auch dieses Buch ein amüsanter
Rückblick auf die 80er. |
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Einstieg in die Geschichte: |
Ich denke mal, jeder kann sich noch an die Zeit erinnern,
naja, fast jeder. Deshalb ist der Einstieg leicht... |
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Plot: |
Plot kann man das nicht nennen ;-). Ziellos wie die
beschriebene Generation tingelt das Buch umher, ohne sich zu verfransen. |
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Figuren: |
Vielschichtig und interessant. Originell und verrückt. |
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Setting: |
Realistisch und lebensecht. Man kann sich alles sehr gut
vorstellen. |
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Lesefluss: |
Locker. Die Geschichte lässt sich leicht lesen. |
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Sprache: |
Eher unauffällig. Fällt weder positiv noch negativ auf.
Sprache passt zur Geschichte. |
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Zusatzmaterial: |
Lesebändchen |
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Stärken: |
Bekannte Skurrilitäten der vergangenen Jahrzehnte sind
schön ausgegraben. |
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Schwächen: |
keine |
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Letzte Worte: |
Genialer, trockener Humor im Chaos des
Alltags. Wer Herrn Lehmann mochte, muss die neue Vahr auch lesen, das Buch
ist noch besser. |
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