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Terry Pratchett


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Total Verhext
Witches Abroad


Ein Scheibenwelt-Roman
320 Seiten (TB), Verlagsgruppe Randomhouse

Genre: Funny Fantasy

Bewertung (1-10):

"Dies ist die Scheibenwelt. Durch den Kosmos reist sie, und zwar auf dem Rücken von vier Elefanten, die auf dem Panzer der Himmelsschildkröte Groß-A'Tuin stehen."

Inhalt:
Zu dritt hat es sich schon immer besser gehext. So denken jedenfalls die Hexen Esmeralda (Oma) Wetterwachs, Nanny Ogg und Magrat Knobloch, die verhindern sollen, dass ein Stubenmädchen den Prinzen heiratet. Aber diese Aufgabe erweist sich als äußerst verzwickt, denn ist es nicht immer so, dass das Stubenmädchen am Ende den Ex-Frosch heiratet?

Auszug:
"Später erinnerte sich der Wirt namens Lagro te Kabona an folgende Ereignisse: Die Sache mit den Stieren stand kurz bevor, und die verrückten Frauen saßen einfach da und tranken Absinth wie Wasser! [...]

Der Stier an der Spitze wurde aufgrund dieses Umstandes leicht unsicher. Normalerweise genügte es, laut zu brüllen und eindrucksvoll mit den Hufen über den Boden zu kratzen, um Zweibeiner in Panik zu versetzen. Dieser Mangel an Aufmerksamkeit verblüffte ihn. Doch das war nicht sein Hauptproblem. Sein Hauptproblem waren die zwanzig anderen Stiere dicht hinter ihm. Nun, dieses Problem verloh jäh an Bedeutung, als die schreckliche Alte aufstand - die ganz in Schwarz gekleidete Frau -, irgend etwas brummte und dem Stier einen Hieb zwischen die Augen versetzte. Die andere schreckliche Alte - die Pummelige, deren Magen ebenso widerstandsfähig und groß zu sein schien wie ein galvanisierter Wassertank - fiel rückwärts vom Stuhl und lachte. Die junge Fremde - zumindest sah sie jünger aus als die anderen beiden - schlug so nach den Stieren, als seien sie aufdringliche Gänse, die es zu verscheuchen galt.

Wenige Sekunden später verwandelte sich das Durcheinander in ein Chaos. Verwirrte Tiere schnaubten, und erschrockene junge Männer schrien. Es mag recht lustig sein, seinen Mut zu beweisen, indem man zwanzig Stieren nachrennt - die Sache sieht jedoch ganz anders aus, wenn die Stiere plötzlich beschließen, in die andere Richtung zu laufen..."
(Quelle: Total Verhext, Terry Pratchett, S. 101/102, dt. Übersetzung:Andreas Brandhorst)

Buchstaben-Salat-Rezension:
Achtung Hexen! Und gleich drei auf einmal, wenn man von diversen Nebenrollen (z. B. Mütterchen Dismass, deren Ich ständig zwischen Gegenwart und Irgendwo hin- und her schwingt) einmal absieht. Der Hexenzirkel in den Spitzhornbergen leidet ein wenig unter Nachwuchsmangel, denn Desiderata Hohlig ist zu Beginn des Buches gerade dabei zu sterben, Mütterchen Dismass siehe oben und der Rest macht außer Nanny Ogg und Oma Wetterwachs auch nicht viel her.

Also wird kurzerhand die junge Hexe Magrat Knoblauch "aufgestuft" und schon bald machen die drei Hexen eine Reise nach Gennua, denn dort muss unbedingt verhindert werden, dass ein Stubenmädchen den Prinzen heiratet. Wie die meisten Hexenromane Pratchetts, parodiert auch dieser einen literarischen Gegenstand, diesmal sind es Märchen. Und so treffen Nanny, Oma und Magrat nicht nur die üblichen Zwerge, Trolle usw. der Scheibenwelt, sondern auch Zombies und böse Königinnen. Bald ist man mitten drin in einer Parodie von Schneewittchen, erkennt aber auch Bezüge zu anderen Märchen.

Ein wunderbarer Spaß, bei dem mir vor allem der Vorfall mit den Stieren im Scheibenwelt-Pamplona, Nannys Briefe nach Hause und die Fremdsprachenkenntnisse der drei Reisenden gefallen haben.

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