Buchstaben-Salat-Rezension:
Terry Pratchett ist für mich der Meister der absurden, witzigen Fantasy, aber
mittlerweile auch ein recht passabler Krimiautor. Wie die meisten Wachen-Romane
ist auch Hohle Köpfe eigentlich ein Krimi. In Ankh-Morpork ereignen sich einige
mysteriöse Morde und auf den Patrizier wird ein Anschlag verübt. Irgendwie
scheinen die Golems - aus Ton gefertigte Geschöpfe, deren einziger Lebenssinn es
ist ist, für die Menschen (Zwerge, Trolle etc.) zu arbeiten - in die
Angelegenheit verwickelt zu sein.
Um der anfallenden Arbeit gerecht zu werden, wird
die Wache wie schon in "Helle Barden" mit weiteren Ordnungshütern aufgestockt.
Unter den Neuen befindet sich auch Grinsie Kleinpo, die so etwas wie die
Spurensicherung bildet und ihre ganz eigene, urkomische Entwicklung durchmacht.
Nicht nur sie, sondern wie gewohnt unzählige skurrile Figuren bevölkern die
Straßen des mächtigen Molochs und sorgen für einen abwechslungsreichen Lesespaß.
Auch in "Hohle Köpfe"
verzichtet Pratchett natürlich nicht auf seine Fußnoten, obwohl es ungewöhnlich
wenige waren. Dafür darf sich der Leser aber über einige schön gezeichnete
Wappen freuen, die nicht nur als Augenschmaus, sondern obendrein als Hilfe beim
Miträtseln des Falles dienen sollen. Natürlich fehlen auch einige der guten
alten Running-Gags nicht, wie z.B. Nobby Nobbs und die Kaffeekasse, Samuel Mumm
und die Attentäter der Assassinengilde, sowie Karottes Kampf gegen die
Steuerhinterziehung.
Alles in allem ist "Hohle Köpfe" - gleichauf mit "Helle Barden" - eines meiner
Lieblingsbücher von Terry Pratchett, bei dem auch das dritte, vierte oder fünfte
Mal lesen Spaß macht. Humor und ein guter Schuss Spannung - was will man mehr?