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Helle Barden
Men at Arms


Ein Scheibenwelt-Roman
378 Seiten (TB), Verlagsgruppe Randomhouse

Genre: Funny Fantasy

Bewertung (1-10):

"Korporal Karotte von der Stadtwache in Ankh-Morporck (Nachtschicht)
nahm im Nachthemd Platz, griff nach dem Stift, kaute einige Sekunden lang darauf und schrieb dann: 'Liebe Muther und lieber Fater,...'"

Inhalt:
Chaos in Ankh-Morpork: Eine Waffe mit bislang unbekannten Wirkungen, ein so genanntes Gfähr, ist gestohlen worden. Als die ersten unbescholtenen Bürger der Stadt dahingerafft werden, ist es an der Nachtwache, allen voran Hauptmann Mumm, Korporal Karotte und Obergefreiter Knuddel, den Fall schleunigst aufzuklären. Die Ermittlungen führen sie bis in die ehrwürdigen Hallen des Patrizierpalasts - und ehe sie sich recht versehen, bekommen sie es mit dem bösen Geist des Gfährs zu tun..

Buchstaben-Salat-Rezension:
Helle Barden ist eines der ersten Bücher der Scheibenwelt-Reihe, das ich entdeckt habe und bis heute mein liebstes. Mehrfach gelesen und immer wieder macht es Freude, was vor allem an den skurrilen Personen der Wache liegt. Was in "Wachen! Wachen" begann (mit diesem Buch wurde ich zunächst nicht warm), nahm in "Helle Barden" mit dem Aufstocken der "Polizei" von Ankh-Morpork um neue Gardisten seinen Lauf.

Werwölfe, Trolle, Zwerge - und im Verlaufe der Zeit noch ziemlich absonderliche Gestalten - alles müssen einen Eid beim Eintritt in die Wache leisten, und der allein gehört für mich schon zu den nettesten Gags des Buches. Doch auch ein richtiger Krimi versteckt sich zwischen den 378 Seiten, den im Moloch der Scheibenwelt werden harmlose Bürger von einer geheimnisvollen Waffe getötet. Im Mittelpunkt der Aufklärungsarbeiten stehen neben Mumm, Karotte und Angua vor allem die Obergefreiten Knuddel (ein Zwerg) und Detritus (ein den Zwergen normalerweise nicht gerade freundlich gesonnener Troll). Deren Beziehung und ihre vorbildhafte Auswirkung auf sich regelmäßig prügelnde Vertretung ihrer Spezies ist besonders interessant. Vor allem die Tatsache, dass Trolle nicht unbedingt strohdumm sind, wie man bisher hat glauben wollen.

Überraschend für einen Fantasy-Roman ist der durchweg interessante Kriminalfall, der an Spannung meiner Meinung nach nur von dem in "Hohle Köpfe" übertroffen wird. Letztgenanntes Buch kann man übrigens gleich im Anschluss lesen, denn es schließt sich zeitlich an "Helle Barden" an.

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