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Christopher Moore


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Die Bibel nach Biff
Lamb: The Gospel According to Biff, Christ's Childhood Pal


572 Seiten (TB), Verlagsgruppe Randomhouse
Genre: Allgemeine Belletristik

Bewertung (1-10):

"Der Engel war gerade dabei, seine Schränke zu entstauben, als ihn der Ruf ereilte."

Inhalt:
Im Buch der Bücher fehlen einige Kapitel: Unter den wachsamen Augen von Engel Raziel soll Biff diese Lücke füllen und alles über die Kindheit und die turbulente Jugend von Jesus Christus berichten. Biff ist der einzige glaubwürdige Zeuge dieser Zeit, schließlich ist er in all den Jahren Jesus' bester Freund gewesen und stand ihm schon zur Seite, als dieser noch versuchte, vertrocknete Eidechsen zum Leben zu erwecken...

Buchstaben-Salat-Rezension:
Wieso Biff nicht in der Bibel auftaucht ist mir jetzt klar - das Buch der Bücher würde in Richtung Unterhaltungsliteratur abdriften und Biff dem Sohn Gottes die Show stehlen.

In dieser überhaupt nicht ernst gemeinten Erzählung der Jugendjahre Jesu hat Christopher Moore ein amüsantes, stellenweise urkomisches Buch geschrieben. Der Erzengel Raziel erweckt Levi - den alle nur Biff nennen - von den Toten und versieht ihn mit der Gabe der Zungen, einem Hotelzimmer in St. Louis, sowie Papier und Bleistift, um die Bibel zu vervollständigen.

Anfang und Ende der Geschichte lesen sich sehr flüssig und sind gleich bleibend unterhaltsam. Nur mit dem mittleren Drittel des Buches hatte ich ein wenig Probleme, denn dort wurde die Geschichte arg haarsträubend und nicht immer ganz nachvollziehbar. Die Geschichte lebt vor allem vom lebenslustigen Biff, der gerne einmal die 10 Gebote anzweifelt (oder auch bricht) und der sich lustige Wortgefechte mit dem aufstrebenden Sohn Gottes liefert. Dieser ist beileibe kein trockener, ernsthafter junger Mann, sondern ebenfalls zu ein paar Schandtaten bereit. Und für Dinge, die ihm sein göttlicher Auftrag dann doch strengstens verbieten - wie z.B. Sex - hat er ja Biff, der ihm seine Erfahrungen aus erster Hand berichten kann...

Aufgelockert werden die ohnehin unterhaltsamen Episoden auf Josuas / Jesus Leben durch kurze Unterbrechungen, in denen sich Biff aus dem Hotelzimmer heraus in die Geschichte einschaltet und über die dortigen Geschehnisse berichtet. So erliegt beispielsweise sein "Wachhund" Raziel immer mehr den Verlockungen der Neuzeit - in Form von Seifenopern, Pizza und Wrestlingwettkämpfen. Leider werden diese Zwischensequenzen gegen Ende des Buches  seltener, was ich sehr schade fand.

Alles in allem ein amüsantes Buch, das man nicht zu ernst nehmen sollte und das mir eine vergnügliche Vorweihnachtszeit bereitet hat. Und außerdem weiß ich jetzt, wer den Sarkasmus erfunden hat...

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