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"A mile below the lowest cloud, rock breaches water and the sea begins.
It hast been given many names. Each inlet and bay and stream has
been classified as if it were a discrete." |
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Inhalt:
New Crobuzon ist eine düstere Stadt, eine riesige Metropole, in
der Unterdrückung und Gewalt herrschen. Armada dagegen ist ein
Ort der Zuflucht, selbst für jene, die es als Gefängnis
empfinden. Die brillante Linguistin Bellis Coldwine wird hier
von Piraten entführt und auf eine Reise mitgenommen, wie sie nie
zuvor ein Mensch erlebt hat: Es ist die Suche nach der Insel
eines vergessenen Volkes und nach einem gigantischen
Ozeanwesen...
Das Original "The Scar" wurde
aufgeteilt in "Die
Narbe" und "Leviathan". |
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Buchstaben-Salat-Rezension:
Ein typischer
Miéville: Wortgewaltig, verrückt und spannend. Zeitlich kurz nach
Perdido Street Station angesiedelt,
erzählt "Die Narbe" die Geschichte von Bellis Coldwine. Als Freundin
von Isaac Dan der Grimnebulin wird sie nach den in Perdido erzählten
Ereignissen von der Regierung verfolgt und muss aus ihrer
Heimatstadt New Crobuzon fliehen. Bei einer Schiffsüberfahrt in eine
neue Zukunft, werden sie und ihre Reisegefährten überfallen und
zwangsweise in die schwimmende Stadt Armada eingebürgert. Hierbei
wird der Leser mit einer außergewöhnlichen Gesellschaft
konfrontiert: Bei Armada handelt es sich um ein Moloch aus
miteinander verbundenen Schiffen, der Tausende von Menschen
beherbergt. Armada ist dabei nicht nur Wohnstätte, sondern soziales
Gebilde, das eigene Sprache, Kultur und natürlich auch Konflikte
entwickelt hat.
Doch eine verrückte Idee reicht bei
Miéville lange nicht aus - Bellis Coldwine sieht sich nicht nur mit
der schieren Unmöglickeit, Armada jemals wieder zu verlassen,
konfrontiert, sondern wird allmählich immer mehr in die
Verstrickungen und Vorgänge Armadas hineingezogen. Aus der
(scheinbaren) Insiderperspektive der Linguistin Coldwine heraus
erlebt der Leser die Vorgänge in der schwimmenden Stadt und wird
gleichzeitig Zeuge ihrer fruchtlosen Versuche, sich von ihrer neuen,
unfreiwilligen Heimat zu distanzieren.
Insgesamt hat mir "Die Narbe" ähnlich
gut wie "Perdido Street Station" gefallen, einzig in der Mitte der
Geschichte hatte ich einige Durchhänger. Zu lang wird meiner Meinung
nach auf die Tatsache, dass Bellis sich nicht wohl fühlt in Armada,
eingegangen - diese Tatsache wird eigentlich bereits am Anfang der
Handlung ausreichend behandelt und glaubwürdig erklärt. Neben
Coldwine gibt es weitere, interessante Protagonisten, so dass sich
die Geschichte nicht nur um eine Hauptperson dreht, sondern der
Leser auch das Schicksal der anderen "neuen Bewohner" Armadas
verfolgen kann. Alles in allem ein Lesevergnügen, das kaum
langweilig wird und eine verrückte, aber in sich runde Geschichte
beinhaltet.
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Zur englischen Ausgabe:
Hier reicht das Schulvokabular bei weitem nicht aus, um dieses
sprachgewaltige Werk zu verstehen! Die beste Strategie für geübte Leser ist
sicherlich, einfach nur lesen und das Lexikon gar nicht erst bemühen - es wäre
sonst im Dauereinsatz. Vieles erklärt sich aber auch aus der Geschichte heraus.
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