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Rebecca Michéle


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Der Schatz in den Highlands




250 Seiten (HC), Verlagsgruppe Randomhouse
Genre: Liebe / Romantik

Bewertung (1-10):

"«Einer Waise stehen nur zwei Wegen offen, ein anständiges Leben zu führen», hatte Schwester Agnes gesagt."

Inhalt:
Lucille arbeitet als Verkäuferin in einem Hutladen im London des ausgehenden 19. Jahrhunderts, als sie von ihrem Großvater ein Haus in Schottland erbt. Das Erbe entpuppt sich als kleine, mittelalterliche Burg, in die sich Lucille sofort verliebt. Noch mehr aber versetzt Harrison McGinny, der äußerst attraktive Verwalter des Anwesens, ihr Blut in Wallung. Zusammen mit seiner Mutter lässt dieser jedoch keinen Zweifel daran, dass er Lucille als Eindringling empfindet und eigentlich selbst mit dem Erbe gerechnet hatte. Trotz der Intrigen der Mutter kommen sich Harrison und Lucille näher. Währenddessen stößt Lucille auf alte Papiere, aus denen hervorgeht, dass ein legendärer Schatz im Haus verborgen liegen soll. Als eine vermeintliche Schwester McGinnys auftaucht und Lucille Harrison beobachtet, wie er des Nachts in der Burg umherwandert und die Wände abklopft, ahnt sie, dass sich hinter ihrem Rücken einiges zusammenbraut…

Buchstaben-Salat-Rezension:
Die junge Lucille ist Vollwaise und lebt - nachdem sie für das Waisenhaus zu alt geworden ist - als Näherin in bescheidenen Verhältnissen im London des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Eines Tages erbt sie überraschend eine Burg in den schottischen Highlands, ein Ereignis, das ihr bisher eher trostloses Leben in mehr als einer Hinsicht umkrempeln wird.

"Der Schatz in den Highlands" war bis zur Mitte des Buches eine eher ruhige Erzählung, die ohne große Überraschungen vor sich hin plätscherte. Die junge Lucille ist eine sympathische, wenn auch aufgrund ihrer Behinderung (sie hinkt) nicht gerade mit einer großen Portion Selbstbewusstsein ausgestattete Figur. Ihr Gegenüber ist der gut aussehende, aber wenig umgängliche Verwalter Harrison McGinny, der mit seiner Mutter in Lucilles Burg lebt. Glenda McGinny ist wirklich der Prototyp der bösen Schwiegermutter und macht der jungen Frau das Leben zur Hölle. Doch zum Glück kann Lucille - wenn schon nicht mit den eigenen Mitbewohnern - mit den Nachbarn, den umgänglichen Grindles, Freundschaft schließen.

Mit der ersten Hälfte des Buches habe ich mich ein wenig schwer getan, denn es passierte meiner Meinung nach einfach zu wenig. Ein paar Intrigen und diverse Streitereien mit ihrem Hausverwalter bestimmten das Leben der jungen Lucille. Erst das Auftauchen einer weiteren Person auf der schottischen Burg brachte ein wenig "Pfeffer" in die Angelegenheit und die Autorin konnte mich sogar - was eine der Hauptfiguren angeht - hinters Licht führen.

Insgesamt ist "Der Schatz in den Highlands" eine anfangs eher ruhige und beschauliche Geschichte, die aber gegen Ende an Spannung zunimmt und einige überraschende Momente für den Leser bereit hält. Ein wenig gestört haben mich die häufig vorkommenden, wie zufällig eingeworfenen, Wissensbrocken über historische Fakten oder Bräuche - sie waren einfach zu unauffällig auffällig in die Geschichte eingewoben und zu ausführlich, um beiläufig zu sein. Aber das ist sicherlich Geschmackssache...

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