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"«Einer Waise stehen nur zwei Wegen offen, ein anständiges Leben zu
führen», hatte Schwester Agnes gesagt." |
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Inhalt:
Lucille arbeitet als
Verkäuferin in einem Hutladen im London des ausgehenden 19.
Jahrhunderts, als sie von ihrem Großvater ein Haus in Schottland
erbt. Das Erbe entpuppt sich als kleine, mittelalterliche Burg,
in die sich Lucille sofort verliebt. Noch mehr aber versetzt
Harrison McGinny, der äußerst attraktive Verwalter des Anwesens,
ihr Blut in Wallung. Zusammen mit seiner Mutter lässt dieser
jedoch keinen Zweifel daran, dass er Lucille als Eindringling
empfindet und eigentlich selbst mit dem Erbe gerechnet hatte.
Trotz der Intrigen der Mutter kommen sich Harrison und Lucille
näher. Währenddessen stößt Lucille auf alte Papiere, aus denen
hervorgeht, dass ein legendärer Schatz im Haus verborgen liegen
soll. Als eine vermeintliche Schwester McGinnys auftaucht und
Lucille Harrison beobachtet, wie er des Nachts in der Burg
umherwandert und die Wände abklopft, ahnt sie, dass sich hinter
ihrem Rücken einiges zusammenbraut… |
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Buchstaben-Salat-Rezension:
Die junge Lucille ist Vollwaise und lebt - nachdem sie für
das Waisenhaus zu alt geworden ist - als Näherin in bescheidenen
Verhältnissen im London des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Eines
Tages erbt sie überraschend eine Burg in den schottischen Highlands,
ein Ereignis, das ihr bisher eher trostloses Leben in mehr als einer
Hinsicht umkrempeln wird.
"Der Schatz in den Highlands" war bis
zur Mitte des Buches eine eher ruhige Erzählung, die ohne große
Überraschungen vor sich hin plätscherte. Die junge Lucille ist eine
sympathische, wenn auch aufgrund ihrer Behinderung (sie hinkt) nicht
gerade mit einer großen Portion Selbstbewusstsein ausgestattete
Figur. Ihr Gegenüber ist der gut aussehende, aber wenig umgängliche
Verwalter Harrison McGinny, der mit seiner Mutter in Lucilles Burg
lebt. Glenda McGinny ist wirklich der Prototyp der bösen
Schwiegermutter und macht der jungen Frau das Leben zur Hölle. Doch
zum Glück kann Lucille - wenn schon nicht mit den eigenen
Mitbewohnern - mit den Nachbarn, den umgänglichen Grindles,
Freundschaft schließen.
Mit der ersten Hälfte des Buches habe
ich mich ein wenig schwer getan, denn es passierte meiner Meinung
nach einfach zu wenig. Ein paar Intrigen und diverse Streitereien
mit ihrem Hausverwalter bestimmten das Leben der jungen Lucille.
Erst das Auftauchen einer weiteren Person auf der schottischen Burg
brachte ein wenig "Pfeffer" in die Angelegenheit und die Autorin
konnte mich sogar - was eine der Hauptfiguren angeht - hinters Licht
führen.
Insgesamt ist "Der Schatz in den
Highlands" eine anfangs eher ruhige und beschauliche Geschichte, die
aber gegen Ende an Spannung zunimmt und einige überraschende Momente
für den Leser bereit hält. Ein wenig gestört haben mich die häufig
vorkommenden, wie zufällig eingeworfenen, Wissensbrocken über
historische Fakten oder Bräuche - sie waren einfach zu unauffällig
auffällig in die Geschichte eingewoben und zu ausführlich, um
beiläufig zu sein. Aber das ist sicherlich Geschmackssache...
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