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Lois McMaster Bujold


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Barrayar - Cordelias Ehre (Sammelband)
Cordelia's Honor (Omnibus)


Teil 1,
Barrayar
590 Seiten (TB), Heyne Verlag
Genre: Science Fiction

Bewertung (1-10):

 

"Nebelschwaden trieben durch den Wald in den Wolken,
weich, grau, mit einem fahlen Schimmer."

Inhalt:
In ferner Zukunft auf einem weit entfernten, erdähnlichen Planeten: Die Regierung von Barrayar will mit allen Mitteln die Entwicklung eines noch geheimen interstellaren Antriebssystems voranbringen. Deshalb kommt es - wegen angeblicher Luftraum-Verletzung - zu kriegerischen Auseinandersetzungen mit der Raumkolonie Beta. Cordelia Naismith, Kommandantin eines Raumschiffs des Betanischen Astronomischen Erkundungsdienstes, wird während einer wissenschaftlichen Expedition auf Barrayar unter Arrest gestellt, kann jedoch fliehen.

Da sie aber in ihrer Heimatkolonie als Kollaborateurin verdächtigt wird, kehrt sie heimlich nach Barrayar zurück - nicht zuletzt deshalb, weil sie sich ausgerechnet in den Mann verliebt hat, der sie gefangen nehmen ließ: Aral Vorkosigan. Er ist ein barrayaranischer Adliger, der nach dem Willen des inzwischen verstorbenen Kaisers von Barrayar die Regierungsgeschäfte fuhren soll, bis der junge Thronfolger Gregor das gesetzlich bestimmte Alter erreicht hat. Nach der Hochzeit mit der Betanerin Cordelia muss Lord Vorkosigan jedoch feststellen, dass es in den eigenen Reihen Neider gibt, die ihm seinen Regierungsanspruch streitig machen und dabei auch vor Giftanschlägen nicht zurückschrecken...

Buchstaben-Salat-Rezension:
Bei der von mir gelesenen Ausgabe handelt es sich um einen Sammelband mit den Geschichten "Cordelias Ehre" und Barrayar". McMaster Bujold erzählt darin, wie die betanische Kommandantin Cordelia Naismith und der barrayanische Adelige Aral Vorkosigan aufeinander treffen. Schon bei diesem ersten Treffen werden die Unterschiede ihrer beiden Völker deutlich: Cordelia stammt aus einer Kolonie, die vor allem in medizinischen Belangen den Barrayanern überlegen ist und deren ethische und moralische Werte sich in wesentlichen Punkten von denen ihres charismatischen Gegenübers Vorkosigan unterscheiden.

Doch zwischen den beiden gegensätzlichen Menschen keimt eine vorsichtige Liebe auf, die jedoch einige Abenteuer zu überstehen hat, bis sie endgültig "ausgelebt" werden kann. Hauptstörfaktor ist dabei vor allem ein für mich anfangs recht undurchschaubares Komplott unter den Barrayanern, in das die Betanerin hineingezogen wird. Ich hatte vor allem bei der ersten Geschichte im Sammelband einige Probleme, der Handlung folgen zu können, was sich in der zweiten Erzählung allerdings merklich besserte. Der Grund liegt wohl vor allem darin, dass "Barrayar" erst einige Jahre später nach "Cordelias Ehre" geschrieben wurde.

Insgesamt führt Bujold in eine interessante Welt ein, wobei sie sich hauptsächlich auf die Gesellschaft der Barrayaner konzentriert. Tatsächlich spielt die zweite Geschichte hauptsächlich auf dem Planeten und macht den Leser über Vorkosigan und Naismith hinaus mit einigen interessanten Charakteren bekannt. Auch das Thema "lebenswertes Leben" wird weitergesponnen, ebenso die untergeordnete Stellung der Frau in einer militärisch geprägten Gesellschaft Barrayars, mit der nicht nur Cordelia sich auseinander zu setzen hat.

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