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Juliet E. McKenna


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The Assassin's Edge



Teil 5, Die Welt von Einarinn
528 Seiten (PB), Eos
Genre: Epische Fantasy

Besucherrezi
vorhanden

"In that instant of waking, I had no idea where I was.
A crash of something breaking had stirred me and the muttered curses that followed took my sleep-mazed mind back to the house of my childhood but as I opened my eyes, nothing seemed familiar."

Inhalt:
Nach einem langen Winter in der Kellarin-Kolonie sucht Livak,  eine Aufgabe für sich. Sie überlegt in den Weinhandel einzusteigen, doch zunächst gilt es die mit dem Frühling eintreffenden Schiffe vom Festland abzuwarten. Ein Ereignis, dass nicht eintritt. Denn auf einer kleinen Inselgruppe zwischen Festland und Kolonie haben Piraten ihr Lager aufgeschlagen und bedrohen so die gesamte Existenz der Kolonie. Die Helden der Serie stellen sich zum Kampf, doch sie müssen feststellen, dass wieder einmal die Elietimm, die Eis-Insulaner, ihre Finger im Spiel haben. Livak, Ryshad und ihre Freunde ziehen aus, das Übel diesmal an der Wurzel zu packen und ganz herauszureißen.

Besucherrezension von Illy, 17. Dezember 2004

Dieser Band ist wieder einmal größtenteils aus der Sicht von Livak verfasst, aber auch andere lieb gewonnene Figuren tauchen auf und spielen eine wichtige Rolle. Der Abschlussband der Reihe führt natürlich zu einer zentralen Konfrontation mit dem "Endgegner", wie es in Computerspielen gerne heißt. Zentral auch deshalb, weil sie nicht am Ende des Buches stattfindet, sondern schon fast in der Mitte, danach bleibt noch genug Zeit, um weitere Feinde zu besiegen, andere Gefahren zu bewältigen und zu einer Zukunftsperspektive zu finden. Auf diese Weise hat McKenna einen Abschlussband geschaffen, der nicht dem klassischen Finale-Epilog-System entspricht, sondern die Geschichte eher ruhig ausklingen lässt. Ob so etwas einem Leser gefällt, ist sicherlich Ansichtssache. Ich fand es zwar nicht schlecht, aber trotzdem etwas befremdlich. Das Ende ist jedenfalls offen genug, um J.E. McKenna die Chance zu lassen, ein neues Abenteuer um die Helden der Reihe zu erfinden. Sollte das nicht geschehen, so gönnt man den Figuren durchaus den "Ruhestand", den sie sich redlich verdient haben.

Noch eine kleine Bemerkung zu den "Zwischentexten": Waren das im ersten Band noch völlig sinnlos erscheinende Ausschnitte aus Balladen etc., so gewannen sie im Rahmen der Reihe durchaus etwas an Bedeutung und gaben dem Leser die Möglichkeit, die Geschehnisse durch eine fremde Brille zu betrachten und so einen tieferen Eindruck von Glauben, Stimmungen etc. der Welt von Einarinn zu gewinnen.

Abschlussurteil:
Eine solide, angenehm zu lesende Fantasy-Reihe ohne Tiefen, aber leider auch mit nur wenig besonders herausragenden Höhen. Ich bereue nicht die Bücher gelesen zu haben, würde aber einen Freund oder Bekannten nicht dazu zwingen, sie zu lesen, wenn er denn nicht will. Der viel versprechende Charakter der Diebin Livak verwässert im Laufe der Serie, so dass sie zwar immer noch nett und sympathisch ist, aber nichts Besonderes mehr. Krieger Ryshad hingegen wird zwar im Laufe der Zeit immer sympathischer, aber sympathische Kriegerfiguren sind nun einmal nichts wirklich Besonderes in der Fantasy, so dass er kein Grund ist ausgerechnet die Einarinn-Reihe zu lesen.

 

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