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Ryshads Rache
The Swordsman's Oath
(1)


Teil 2, Die Welt von Einarinn
792 Seiten (TB), Lübbe Verlag
Genre: Epische Fantasy

Bewertung (1-10):

"How do you apologize for a grieving mother
for not being the man who killed her son?"

Inhalt:
Die Welt von Einarinn ist bedroht und ein Angriff der Männern der Eisinseln steht bevor. Diese sind nicht nur gute Soldaten, sondern ihre Anführer verfügen auch über Zauberkräfte, die den Magiern von Einarinn schwer zusetzen. Ryshad, der Schwertkämpfer, wird vom Erzmagier Planir ausgeschickt, um eine vor 24 Generationen gegründete und alsbald verloren gegangene Kolonie zu suchen. Man hofft, dass die alte Magie der Kolonisten dem Zauber der Eismänner entgegenwirken kann. Für Ryshad beginnt - begleitet von Livak und zwei Zauberern -- ein gefährliches Abenteuer. Dabei spielt sein Schwert eine geheimnisvolle Rolle, weil es auf wundersame Weise einen geistigen Kontakt zwischen ihm und einem der ursprünglichen Kolonisten herstellt.

Buchstaben-Salat-Rezension:
Zunächst einmal: Der zweite Teil der Welt von Einarinn erhält von mir einen Bewertungspunkt weniger als der erste, weil das Buch erst nach der Hälfte des Buches richtig an Fahrt aufnimmt. Dann aber gewaltig, inklusive einer äußerst interessanten Entwicklung, die mich fast die relative Langweile der ersten 250 Seiten haben vergessen lassen.

Wie der Titel schon andeutet, steht in "Ryshads Rache" der geschworene (später auch geschorene *g*) Schwertsmann im Mittelpunkt der Handlung und ist damit auch der Ich-Erzähler. Man sieht also die mehr oder weniger lieb gewonnenen Gestalten aus Buch 1 einmal aus seinen Augen und erfährt gleichzeitig einiges über Ryshads Hintergrund. Allerdings hat das Konzept der wechselnden Perspektiven von Buch zu Buch auch einen Nachteil, denn ich musste mich während des Lesens an einigen Stellen noch einmal dran erinnern, dass der Ich-Erzähler nun nicht mehr Livak, sondern Ryshad war...

Die Handlung besteht wie auch beim ersten Teil aus zwei großen Handlungssträngen, wobei einer der beiden erst Mitte des Buches richtig spannend wird und gegen Ende für eine Überraschung sorgt. Ansonsten ist noch anzumerken, dass der Witz des ersten Buches zwar noch vorhanden ist, aber durch den Perspektivwechsel von der durchtriebenen Diebin zum ehrenvollen Schwertkämpfer etwas gedämpft wird.

Gefallen hat mir außerdem die ergänzte Karte des Buches - neue, handlungsrelevante Gebiete sind hinzu gekommen. Allerdings habe ich die Originalausgabe gelesen und bei einem Blick in das dritte Buch der Reihe gesehen, dass dort überhaupt keine Karte vorhanden ist (die Wahrscheinlichkeit ist also hoch, dass dies auch bei den anderen Büchern der Reihe der Fall ist). Dafür kann natürlich die Autorin nichts, weshalb dieser Aspekt auch nicht in meine Wertung eingeflossen ist...

Alles in allem die Fortsetzung einer netten kleinen Fantasy-Reihe, die zwar nicht mit den Großen des Genres mithalten kann, sich aber durch einzelne Aspekte wohltuend vom einheitsbreiigen Rest abhebt und mir sehr viel Spaß bereitet.

Zur englischen Ausgabe:
Nicht allzu schwer, auch für Anfänger geeignet. Wer möchte, kann ein Wörterbuch hinzu ziehen, viele Begriffe lassen sich aber über den Kontext erschließen.

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