Willkommen auf Buchstaben-Salat.de!
Informationen und Meinungen rund um Bücher.

Home         Blog          Einkaufstimer          FAQ         Rezensionen          Serien          Forum          Links

Autoren-Infos
Bibliographien
Gerüchteküche

Interviews

Besucher-Input
Besucher-Rezis
Gästebuch
Kontakt

Leserunden
Umfragen

Extras
Bücherrätsel
Sonderberichte
Diverses

 

Partner


booklooker.de - Der Flohmarkt für Bücher

eBay

 

 

Val McDermid


Amazon

Ein kalter Strom
The Last Temptation


Teil 3, Tony-Hill-Reihe
616 Seiten (TB), Verlagsgruppe Droemer Knaur
Genre: Psycho-Thriller

Bewertung (1-10):

"Blau ist die Donau eigentlich nie. Ihre Farbe schwankt zwischen Schiefergrau, Schlammbraun, schmutzigem Rostrot, verschwitztem Khaki und den Abstufungen dazwischen, die sämtliche Träume eines an ihrem Ufer stehenden Romantikers zerstören würden."

Inhalt:
Ein Psychopath, selbst als Kind vom Großvater schwer misshandelt, quält aus Rache seine Opfer und ertränkt sie dann. Mit Vorliebe ''bestraft'' er Psychologen. Der Profiler Tony Hill und Inspector Carol Jordan sollen den Wahnsinnigen zur Strecke bringen. Dabei geraten sie selbst in sein Visier.

Buchstaben-Salat-Rezension:
Profiler Tony Hill und Inspector Carol Jordan sind wieder auf Verbrecherjagd. Dieses Mal treiben gleich zwei Verbrecher ihr Unwesen - ein Serienmörder, der es auf Psychologen abgesehen hat und ein skrupelloser Geschäftsmann, der Menschenhandel betreibt. Zu Beginn der Geschichte gibt es also mehrere Handlungsfäden, die erst allmählich zusammengeführt werden.

Wie auch in den anderen Büchern McDermids, lässt die Schriftstellerin den Leser in den Kopf des Serienmörders hineinblicken und offenbart dessen Lebensgeschichte und Motive für seine brutalen Taten. Doch im Gegensatz zu vorangegangenen Büchern, mangelt es McDermid dieses Mal an etwas am gewohnten Geschick, die Jagd auf den Mörder darzustellen. Für meinen Geschmack ist Hill ihm viel zu schnell auf der Spur, hat grandiose Geistesblitze und überhaupt keine Zweifel, auf der richtigen Fährte zu sein. Unangenehm aufgestoßen ist mir dies vor allem, weil ich als Leser ja schon wusste, wer hinter den Morden steckt und aus welchen Beweggründen diese begangen wurden - Hill braucht einfach viel zu wenig Zeit, um die vor dem Leser sorgfältig ausgebreitete Hintergrundgeschichte des Serienmörders zu erahnen.

Und weiter gehen die Ungereimtheiten, die mich wirklich überrascht haben. Das Buch ist ohne Zweifel spannend, doch begehen die Routiniers Hill und Jordan einfach unglaubwürdige Fehler! Carol benimmt sich über große Strecken äußerst perfekt und professionell und begeht dann einen sehr dummen Fehler - hier scheint einfach die Absicht der Autorin, der Geschichte eine dramatische Wendung zu geben, allzu stark durch - frei nach dem Motto: Wirkung vor Logik. Es sind mir noch weitere logische Fehler aufgefallen, ohne dass ich großartig danach fahnden musste und das lässt mich ein wenig verwirrt zurück. Vielleicht ist McDermid der Plot mit gleich zwei Verbrechern ein wenig über den Kopf gewachsen? Hierauf deutet auch der anfangs langsame Aufbau - bei dem für mich im Nachhinein relativ unwichtige (obwohl spannend zu lesende) Geschehnisse viel zu ausführlich erzählt wurden - der dann immer schneller wird und schließlich zu einem fast hastigen Ende kommt.

Ein kalter Strom ist trotz meiner Kritik ein sehr spannend zu lesendes Buch in bester Tradition der Autorin. Doch die vielen Ungereimtheiten haben mich schon sehr überrascht und hinterlassen einen leicht faden Nachgeschmack. Dennoch wird dies sicherlich nicht das letzte Buch gewesen sein, dass ich über Tony Hill und Carol Jordan lesen möchte...

 
Kontakt                                           Impressum                                               top