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Val McDermid


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Die Erfinder des Todes
Killing the Shadows



540 Seiten (TB), Verlagsgruppe Droemer Knaur
Genre: Psycho-Thriller

Bewertung (1-10):

"Dr. Fiona Cameron stand dicht am Rand von Stanage Edge und beugte sich vor - dem Wind entgegen."

Inhalt:
Ein Killer geht um - und er scheint Dichtung und Wahrheit zu verwechseln. Seine Opfer: die berühmtesten Thrillerautoren der Welt. Seine Methode: so einfach wie genial. Denn die Auserwählten sterben so langsam, so raffiniert oder so brutal, wie sie es in ihren Büchern beschrieben haben. Die Profilerin Fiona Cameron hat eine Methode entwickelt, Serientäter durch detaillierte Computeranalysen aufzuspüren. Aus diesem Grund wird sie von der spanischen Polizei angefordert: ein Serienkiller geht in Toledo um. Frustriert, weil ihr Scottland Yard einen Fall entzogen hat und aus Prestige Gründen irgendeinen Täter der Öffentlichkeit präsentierte, reist sie nach Spanien. Doch während sie an diesem Fall arbeitet wird der erste Autor in Schottland ermordet und ihr Freund Kit, ebenfalls ein berühmter Thrillerautor, erhält einen Drohbrief, den beide nicht sehr ernst nehmen...

Buchstaben-Salat-Rezension:
Anfangs habe ich mich mit diesem Buch ein wenig schwer getan. Das lag a) an der wirklich unheimlich kleinen Schrift, die mir gerade im Vergleich zum Buch, das ich davor gelesen habe, sehr mühsam zu entziffern erschien (aber man gewöhnt sich ja an alles). Und b) lag es vor allem daran, dass McDermid den Leser gleich mit 3 Fällen und dem persönlichen Hintergrund der Hauptperson konfrontiert und ich mich ein wenig von so vielen Informationen überfahren gefühlt habe.

Ist man aber einmal über diese faktenreiche Phase hinweg und hat einen ersten Überblick gewonnen, überzeugt das Buch vor allem durch detaillierte Erzählweise und gut nachzuvollziehende Argumentation - gerade wenn Fiona in ihrem Element ist und ihrer Arbeit nachgeht. Der Leser lernt beispielsweise eine Methode kennen, mit der es möglich ist, ein geographisches Täterprofil zu erstellen und so dessen Wohn- oder Arbeitsort einzukreisen. Interessant sind außerdem das Tagebuch des Autorenmörders, sowie Auszüge aus den Romanen der Opfer, die der Tat vorangestellt im Buch nachzulesen sind und deren brutale Szenen der Täter nachzustellen versucht.

Alles in allem ein fesselnder Psychothriller, der mit einer überraschenden Auflösung aufwartet. Allerdings wäre an manchen Stellen vielleicht weniger mehr gewesen, denn meiner Meinung nach hätte man zumindest einen der drei erwähnten Fälle auch weglassen können, ohne dass dies ein großer Verlust für die Geschichte gewesen wäre.

 
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