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"Kurz nach neun am Abend des 21. August 2001
kam Wind auf." |
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Inhalt:
Linda Wallander, Tochter des weit über die Landesgrenzen hinweg bekannten Kommissars, kommt sich vor wie auf dem Abstellgleis: Am 10. September soll ihr Dienst bei der Polizei von Ystad beginnen, und bis dort hat sie noch einen langen Sommer vor sich. Auch die avisierte eigene Wohnung ist noch nicht frei, und so muss sie ausgerechnet beim Vater unterschlüpfen. Das Verhältnis zwischen den beiden ist äußerst gespannt und wird auch nicht besser, als Kurt Wallander mit einem schwierigen Fall konfrontiert wird.
In Ystad und im Umland übergießt ein scheinbar Wahnsinniger Tiere mit Benzin und steckt sie in Brand. Eine ältere Frau wird auf einer Wanderung in einer abgelegenen Schlucht bestialisch ermordet, und eine von Lindas ältesten Freundinnen verschwindet von einem Tag auf den anderen. Auch wenn ihr Vater es nicht wahr haben möchte: Zwischen all diesen Ereignissen besteht ein Zusammenhang. Es bedarf akribischster Ermittlungen und einer Reihe von Auseinandersetzungen zwischen Kurt und Linda Wallander, bevor der dickköpfige Kommissar bereit ist, an eine Verschwörung größeren Ausmaßes zu glauben. |
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Buchstaben-Salat-Rezension:
Kurt Wallander hat den Staffelstab an seine Tochter Linda übergeben. Ein wenig
hält er ihn zwar noch fest - will heißen, mindestens die Hälfte des Buches über
verfolgen wir einen mürrischen, übergewichtigen und oft zu Wutausbrüchen
neigenden Wallander, doch oft sehen wir ihn aus dem Blickwinkel der Tochter, die
schon seit ihrer Kindheit die berühmten "Explosionen" des Vaters zu fürchten
gelernt hat.
Linda befindet sich in den letzten Sommermonaten des Jahres 2001 in
Wartestellung, denn noch darf sie nicht aktiv in den Polizeidienst eintreten,
sondern muss den offiziellen Arbeitsbeginn abwarten. Doch was es bedeutet, die
oft auch "unsichtbare Uniform" an zu haben, merkt sie, als sie in ihrem privaten
Umfeld einer verschwundenen Freundin nachforscht. Ich kann nicht sagen, dass mir dieses Buch von
Mankell weniger gut als seine normalen Wallander-Romane gefallen hat, dazu
ähnelten sich die Bücher vom handwerklichen und erzählerischen Stil her viel zu
sehr. Meiner Meinung nach - den Kriminalfall einmal außen vor gelassen - gelingt
es dem Buch gut, einen Übergang vom Vater zur Tochter zu schaffen, den Vater aus
der Sicht der Tochter zu schildern und auch Linda gut vorzustellen.
Das einzige, was ich dem Buch vorwerfen könnte,
ist, dass es gut 150 Seiten gebraucht hat, um mich wirklich in seinen Bann zu
ziehen. Für ein Buch mit über 500 Seiten nicht unbedingt vertretbar, aber das
ist natürlich Ansichtssache... |
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Besucherrezension von
Silke, 17. Februar 2004 |
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Gleich beim Lesen ist das typische Gefühl
wieder da. Der Einstieg der Mankell-Krimis ist irgendwie immer gleich,
kühl, gedankenverloren.
Man erwartet etwas Neues, denn dies ist der erste Band mit Linda, die eine
Hauptrolle spielt. Doch ich war überrascht, denn ich dachte, dass der Band
da ansetzt, als Kurt Wallander in Rente geht und Linda in seine Fußstapfen
tritt, aber weit gefehlt...
Linda darf „an der Hand“ ihres Vater ihre ersten
Ermittlungsversuche starten. Die Story ist etwas an den Haaren
herbeigezogen. Mir schien Linda hatte, und das ist ja wirklich so, zuviel
Zeit sich in die Sache mit Anna reinzusteigern. Sie will unbedingt einen
Fall lösen und ihrem Vater zeigen, dass sie inzwischen groß ist und
durchaus auch fähig, ihren Weg zu gehen!
Witzig, fand auch,
dass dieser Band chronologisch nach der neuen Reihe von Henning Mankell -
Die Rückkehr des Tanzlehrers - spielt. Stefan Lindmann, inzwischen
geheilt, spielt mit und ist mir auch wesentlich sympathischer als in
seinem ersten Fall. Gut fand ich auch, dass der Krimi nicht
mit so furchtbar unwichtigen Details gespickt war:
„Er merkte, daß er mal wieder eine frische Unterhose anziehen mußte...“
„Als er den Kühlschrank öffnete, merkte er, daß die Milch sauer war“...
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