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Karin Lowachee


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Warchild (3)
 


Teil 1, Macedon-Reihe
464 Seiten (PB), Warner Books
Genre: Science Fiction

Bewertung (1-10):

 

"You didn't see their faces from where you hid behind the maintenance grate."

Inhalt:
Die Kindheit des achtjährigen Jos Musey endet jäh, als das Handelsschiff seiner Eltern von Piraten überfallen, alle Erwachsenen getötet und sämtliche Kinder in die Sklaverei verkauft werden. Nur Jos behält der Pirat Falcone für sich, doch der Junge kann ihm entkommen - um erneut in fremde Hände zu fallen. Diesmal in die einer außerirdischen Rasse, die sich im Krieg mit der Menschheit befinden. Von ihnen wird Jos zum Krieger und Spion ausgebildet...

Buchstaben-Salat-Rezension:
Die Kindheit des achtjährigen Jos Musey wird jäh unterbrochen, als Piraten das Handelsraumschiff seiner Eltern überfallen, sämtliche Erwachsenen töten und deren Kinder in die Sklaverei verkaufen. Nur Jos bleibt in den Fängen des Piratenkapitäns Falcone, kann sich jedoch befreien - nur um erneut Unbekannten in die Hände zu fallen. Diese stellen sich als eine außerirdische Rasse heraus, die mit den Menschen im Krieg liegen. Jos wird von ihnen auf ihrem Heimatplaneten zum Spion und Elitekämpfer ausgebildet...

Schon der ungewöhnliche, äußerst einfühlsame Prolog der Geschichte lässt dem Leser keine andere Möglichkeit, als den jungen Jos ins Herz zu schließen und bei seinem weiteren Schicksal mitzufiebern. Lowachee zeichnet dabei einen Jungen, der deutliche Spuren seines harten, ungewöhnlichen Schicksals trägt und dessen Emotionen nur selten aus ihm herausbrechen. Auch viele andere Figuren in "Warchild" wirken auf den ersten Blick kaum als Sympathieträger, doch wie so oft lohnt sich ein Blick hinter die harte Schale. Neben der interessanten Entwicklung von Jos war dies einer der Aspekte des Buches, der mir am besten gefallen hat.

Insgesamt ist "Warchild" ein Buch, das viele wundervolle, aber auch grausame und traurige Szenen enthält. Gerade diese Mischung ist es, die die Geschichte reizvoll, spannend und lesenwert macht. Da vor allem Jos und sein Innenleben nie in den Hintergrund geraten, beschränkt sich die Geschichte nicht auf Schilderung der militärischen Auseinandersetzungen zwischen Menschen und Außerirdischen, sondern behält stets die durchweg interessanten Charaktere im Fokus.

Einziger Kritikpunkt waren für mich die vielen umgangssprachlichen Ausdrücke, die teilweise fast bis zur Unkenntlichkeit abgekürzt waren und mir beim Lesen einige Rätsel aufgaben. "Warchild" ist zwar eine in sich abgeschlossene Geschichte, doch mit "Burndive" ist bereits eine Fortsetzung erschienen, welche an die Geschehnisse anknüpft, wenn auch nicht mit Jos als Hauptcharakter. Einige interessante Zusatzinformationen hält die Autorin auf ihrer Homepage bereit. Hier findet man in guter DVD-Manier "überarbeitete Szenen" und ein Interview mit Jos und Ryan (dem Protagonisten von "Burndive").

Zur englischen Ausgabe:
Zahlreiche Abkürzungen, Umgangssprache und Militärjargon erfordern einen gewissen Grundwortschatz, um vor allem bestimmte Redewendungen ableiten zu können. Nichts für Anfänger...

Besucherrezension von Illy, 9. Januar 2005

Mit dieser Autorin habe ich womöglich schon im Januar meine SF-Neuentdeckung des Jahres zu feiern. Warchild glänzt mit interessanten Figuren und großen Gefühlen. Im Klappentext wird das Buch mit Orson Scott Cards Ender verglichen, diesem Vergleich kann ich aber nur bedingt zustimmen. Zwar mag ich beide Bücher sehr gerne, und ich denke, ich bin damit nicht alleine, so dass dieser Hinweis insofern zutreffend ist, dass die gleiche Lesergruppe innerhalb der SF-Leser angesprochen wird. Allerdings liegen die Schwerpunkte bei Lowachee stärker auf persönlichen Motiven und Aspekten wie Loyalität, Treue und Freundschaft als bei Card, dessen Bücher eher systemkritisch an sich sind.

Lowachee gelingt es, die inneren und äußeren Konflikte der Hauptfigur Jos sehr schön auszuarbeiten und es gibt Momente, in denen man das Buch am liebsten in die Ecke werfen und die Autorin verdammen möchte für die Probleme und Qualen, die sie dem armen Kerl aufbürdet. Dabei bleiben aber die Motive praktisch aller Figuren, auch die der "Bösen" nachvollziehbar, so dass in manchen Momenten schwer zu entscheiden ist, wie man selbst entschieden hätte und was denn nun wirklich "das Richtige" ist.

Das Ende ist abgeschlossen und doch bleibt einiges, gerade in der äußeren Welt, offen für weitere, interessante Entwicklungen. Insofern freue ich mich auf die Lektüre der Fortsetzung "Burndive", auch wenn diese mit einer anderen Hauptfigur aufwartet.

 

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