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Karin Lowachee


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Cagebird (3)
 


Teil 3, Macedon-Reihe
448 Seiten (PB), Warner Books
Genre: Science Fiction

Besucherrezi vorhanden

"When I was fourteen I got the scarlet fever, at least that's what I called it and that's how I still think of it."

Inhalt:
Rescued by pirates from a desolate refugee camp following the destruction of his home colony by an alien enemy, Yuri Kirov is a killer, spy, and pirate captain doing a life term in prison, until Earthhub Black Ops agents release him and transform him into a weapon in their covert interstellar power struggle.

Besucherrezension von illy, 9. April 2005

Mit Cagebird ist KL ein hervorragender dritter Band gelungen. Dadurch, dass sie stets eine neue Hauptfigur mit einem ganz spezifischen Hintergrund wählt, dessen Handlungen sie dann ins aktuelle Geschehen einflicht, erhält sie die Spannung und das Interesse des Lesers.  

Yuri, die Hauptfigur lernten wir schon in "Burndive" kennen. In seiner frühester Kindheit wurde sein Zuhause zerstört und seine Familie auseinander gerissen und er landete in einem Flüchtlingscamp. Im Alter von 9 Jahren versuchte er eine Zukunft für sich zu finden und landete fast zufällig auf einem Piratenschiff. Kapitän Falcone, eine der wichtigsten Personen der Piratenflotte hat sein eigenes Programm der Nachwuchsausbildung, Yuri wird zu seinem Protégé, als solcher nimmt er eine Sonderstellung im Schiff ein und ist nicht in die übliche Kommandostruktur eingebunden. Irgendwann wird eine zusätzliche Ausbildung als Geisha angeschlossen. Geishas sind in diesem Universum ein Mittelding zwischen dem klassisch-japanischem Vorbild, Prostituierten und Assassinen. Dass Yuri irgendwann dieses Leben zu verlassen versucht, erfahren wir bereits in "Burndive" und so werden konsequenterweise sämtliche Geschehnisse bis dahin in der Vergangenheitsform erzählt, während die aktuelle Jetzt-Zeit auch im Präsens beschrieben wird. "Jetzt" bedeutet, nachdem Yuri in einem Gefängnis auf der Erde gelandet ist, weil sein Ausstiegsplan scheinbar schief ging. Von dort er versucht sich einen neuen Platz im Universum zu erobern, doch dafür muss er zunächst eine Menge fauler Kompromisse eingehen. 

Der Titel "Cagebird" ist übrigens scheinbar doppeldeutig zu verstehen, zum einen besitzt Yuri einen solchen, zum anderen ist er selbst in gewisser Weise nicht mehr als ein Vogel im Käfig.  

KL schafft es mit diesem Buch die Balance zu halten zwischen Mitleid, Verständnis und Entsetzen der Hauptfigur gegenüber. Der Charakter ist dadurch zwar nicht wirklich sympathisch, aber so vielschichtig, dass man seine Entscheidungen oft nicht vorausahnen kann und das Buch somit von der ersten bis zur letzten Zeile seine Spannung erhält. Das Ende lässt einen hoffen, auch wenn viele, vor allem militärische und politische, Probleme noch zu lösen sein werden. Aber dafür wird es ja einen 4. Band geben.

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