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Karin Lowachee


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Burndive (3)
 


Teil 2, Macedon-Reihe
417 Seiten (PB), Warner Books
Genre: Science Fiction

Bewertung (1-10):

 

"Ryan Azarcon went to meet his dealer in Austro Station's richest, busiest shopping district, known to its younger patrons as the Market - but not for the many tech, clothing, and jewelry shops available."

Inhalt:
Ryan Azarcon - Sohn eines berühmt-berüchtigten Raumschiff-Kapitäns und Enkel eines Admiral und Diplomaten - ist ein gut aussehender, aber verwöhnter Teenager und ständig im Blickpunkt der Klatschpresse. Seine Herkunft ist auch dafür verantwortlich, dass er mitten in den Konflikt zwischen Menschen und den außerirdischen Strits gerät (die Lowachee bereits in "Warchild" einführte). Noch dazu hat Ryan mit den Erinnerungen an einen Bombenanschlag auf die Botschaft seines Großvaters zu kämpfen, dem er nur knapp entrinnen konnte. Als sein Vater einige unpopuläre Entscheidungen trifft, wird Ryan zum Ziel von Attentätern und daraufhin an Bord des väterlichen Raumschiffs gebracht...

Buchstaben-Salat-Rezension:
Wie schon in "Warchild", so steht auch in Lowachees zweiten Buch der Macedon-Reihe - "Burndive" - ein Junge im Mittelpunkt der Handlung. Im Gegensatz zum Waisenkind Jos wächst Ryan allerdings in luxuriösen Verhältnissen auf und muss sich allerhöchstens schlechter Presse erwehren und mit dem Titel "heißester Junggeselle der Raumstation" rumschlagen. Doch alles ändert sich, als Ryans Vater, der umstrittene Raumschiffkapitän Azarcon einige unpopuläre Maßnahmen ergreift und Ryan wiederholt zur Zielscheibe von Attentätern wird. Wie auch Jos wird auch er aus seiner gewohnten Umgebung herausgerissen und sieht sich mit einer völlig neuen Lebenssituation konfrontiert.

Doch hier hören die Gemeinsamkeiten zwischen den beiden Jungen - die im Laufe der Geschichte aufeinander treffen und sich einige interessante Wortduelle liefern - auch schon auf. "Burndive" ist nicht ganz so spannend geschrieben wie das wendungsreichere "Warchild" und konzentriert sich fast ausschließlich auf das Innenleben Ryans. Der kann an Verschlossenheit gut mit Jos mithalten, ergänzt seinen Charakter aber um eine ordentliche Portion Selbstmitleid. Seine teilweise Unausstehlichkeit ist zwar aufgrund seines Schicksales nachvollziehbar, hat ihn mir aber nicht ganz so nahe bringen können wie seinen Altersgenossen Jos.

Zentrales Thema des Buches ist - neben der Macht der Medien - das Aufeinandertreffen von Vater und Sohn, die einander fremd sind und deren zum Teil gegensätzliche Einstellungen, was den seit Jahren herrschenden Krieg mit den außerirdischen Strits angeht, plötzlich aufeinander treffen. Ryan sieht sich nicht nur mit einem Vater, den er kaum kennt konfrontiert, sondern muss erkennen, dass seine politischen Einstellungen ein Umdenken vertragen könnten. Doch dieser Prozess ist langwierig - und Ryan nicht unbedingt beweglich.

Insgesamt steht "Burndive" seinem Vorgänger ein wenig in Spannung nach und lässt actionreiche Raumschlachten fast ganz vermissen. Reizvoll macht dieses Buch aber vor allem das Aufeinandertreffen von Ryan und aus "Warchild" lieb gewonnenen (oder auch verhassten) Gestalten.

Zur englischen Ausgabe:
Zahlreiche Abkürzungen, Umgangssprache und Militärjargon erfordern einen gewissen Grundwortschatz, um vor allem bestimmte Redewendungen ableiten zu können. Nichts für Anfänger...

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