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"Carla hasste das Musselinkleid, das sie an diesem Tag tragen musste." |
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Inhalt:
Carla Fehr weiß schon mit acht Jahren, wohin sie will: zur Bühne. Und in dem jungen Robert König findet die uneheliche Tochter eines Münchner Lederfabrikaten einen Gefährten, der als Wunderkind um die Aufmerksamkeit der Erwachsenen wirbt. So beginnt 1918 eine ungewöhnlich intensive Bindung, die gleichermaßen von Freundschaft und Rivalität geprägt ist und die beide ein Leben lang begleiten wird - gegen ihre Familien durch die bewegten zwanziger Jahre, durch Naziterror und Exil. Denn trotz unterschiedlicher Lebenswege eint sie von Kindheit an die Liebe zu Theater und Film. Anfang der dreißiger Jahre machen beide im turbulenten Berlin Karriere: Carla als Schauspielerin und Robert als viel versprechender Regisseur.
Doch schließlich trennen sich ihre Wege. Während Carla wegen einer unglücklichen Liebesbeziehung ein Engagement in Hollywood annimmt, steht für Robert eine Emigration nicht zur Diskussion. Seine Frau ist schwanger, und sein erster eigener Film steht kurz vor der Premiere, als Hitler an die Macht kommt. Durch einen Handel gelingt es Robert, Protektion zu erlangen. Doch die Uraufführung seines Films macht ihm deutlich, dass ein Weiterleben in Deutschland unter dem Naziregime ein steter Drahtseilakt sein wird. Die Kriegsjahre werden für Carla und Robert zur schwersten Zeit ihres Lebens, aber die wichtigste Prüfung steht ihnen noch bevor: Wird ihnen nach dem Krieg in einer zerstörten Welt ein Neuanfang gelingen? |
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Buchstaben-Salat-Rezension:
Unter dem Zwillingsstern ist einer jener Wälzer, in denen man so richtig schön
versinken kann. Das Buch kommt ohne große Längen aus, obwohl fast die
900-Seiten-Schallgrenze durchbricht. Die Geschichte um Carla und Robert beginnt
Anfang der Zwanziger Jahre in Berlin und erzählt von zwei jungen Menschen, die
beide einen Traum haben und es schaffen, diesen auch zu leben. Was in der
Kindheit und Jugend eine relativ enge Bindung war, bleibt auch über Zeit und
Entfernung erhalten - alles rein freundschaftlich und ohne die Verwicklungen der
Liebe. Hierfür bin ich der Autorin sehr dankbar, bleibt so der Fokus doch mehr
auf den Einzelschicksalen, ihren künstlerischen Berufen und den Verwicklungen,
welche die Zeit, in der sie leben, mit sich brachte.
Carla emigriert irgendwann nach Amerika, während
Robert in Deutschland bleibt. Hier macht sich das Naziregime mehr und mehr
bemerkbar und wirkt sich auch auf das berufliche Leben des aufstrebenden jungen
Künstlers aus. Was mir besonders gut an Unter dem Zwillingsstern gefallen hat,
ist die zeitliche Breite, in der sich die Geschichte abspielt. So kann man die
beiden interessanten, in Roberts Fall auch kantigen Hauptpersonen über eine
größere Spanne hinweg beobachten und an ihrem Leben teilnehmen.
Mein erstes Buch von Tanja Kinkel, das sicherlich
nicht mein letztes bleiben wird. Geschichte spannend und hautnah aufbereitet... |
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