Buchstaben-Salat-Rezension:
Was ist das nur für eine Reihe? Immer, wenn mir die Geschichte zu abgedreht
wird, oder sie ein wenig vor sich hindümpelt, gelingt es King, mich mit einer
Wendung oder einer Offenbarung bei der Stange zu halten. Als ob es Absicht
wäre...
Auch beim
dritten Teil des Dunklen Turms kann ich nicht ganz in die Lobeshymnen, die einem
aller Ortens zu dieser Reihe entgegenschallen, einstimmen. Dennoch gebe ich
gerne zu, dass die Bücher ihren ganz eigenen Reiz haben und etwas besonderes
sind. Rolands Welt wird - so verrückt sie auch ist - immer klarer und auch ich
habe jetzt kapiert, was dort passiert ist (ich bin nicht immer die Schnellste
bei sowas). Das Ka-Tet wird komplettiert - auf äußerst spannende Weise - und die
von mir nicht allzu innig geliebten Rückblicke halten sich in Grenzen.
Stattdessen spielen Rätsel eine große Rolle in diesem dritten Band und auch die
Orte und Wege, die Roland und seine Gefährten besuchen bzw. beschreiten sind
teilweise recht rätselhaft.
Über eine Sache bin ich
allerdings froh: Dass ich dieses Buch erst jetzt und nicht schon zu seinem
ursprünglichen Erscheinungsdatum gelesen habe. Denn es waren ganze sechs Jahre,
bis King den nächsten Band (Glas) herausbrachte und das, wo "tot" eigentlich
mitten im Handlungsfaden endet. Fies!
Fazit: Ja, ich bleibe dabei, ich werde Roland und
seine Freunde wohl bis zum Dunklen Turm begleiten, doch wahrscheinlich mit
größeren Pausen zwischen den einzelnen Bänden...