Buchstaben-Salat-Rezension:
Etwas Geduld muss man mit Kings erstem Band der Reihe um den dunklen Turm schon
haben. Die Geschichte um Roland, den letzten Revolvermann, ist das ganze Buch
über sehr geheimnisvoll und verwirrend. King leistet zwar durch viele Rückblicke
Abhilfe, aber dennoch kam ich mir etwas verloren vor und fragte mich während des
Lesens oft, wohin die Geschichte überhaupt führen sollte.
Nach ca. der Hälfte des Buches hatte ich mich
aber am Plot festgebissen, was vor allem an Kings wunderbarer Sprache liegt, der
anscheinend auch die Übersetzung ins Deutsche nicht geschadet hat - was ja nicht
immer der Fall sein muss...
Schwarz ist kein Buch, das man überfliegen sollte, sonst verpasst man ein
Lesevergnügen, was Wortwahl und Satzbau angeht - bemerkenswert wenn man
bedenkt, dass King dieses Buch vor rund 30 Jahren, also ganz am Anfang seiner
schriftstellerischen Karriere geschrieben hat (wie viel er nun in dieser neuen
Auflage nachträglich noch verbessert hat, kann ich natürlich nicht
beurteilen...).
Wer also
angesichts der nur langsam voran kommenden, seltsamen und nicht unbedingt sehr
fesselnden Handlung die Lektüre aufgeben möchte, den kann ich zwar verstehen,
möchte aber den Ratschlag geben, bis zum zweiten Band durchzuhalten (es wird
viel besser!). Wenn schon Band 1 nicht unbedingt überwältigend ist, so hat
zumindest diese skurrile Geschichte in mir die Hoffnung geweckt, dass sie der
Grundstein für etwas Spannendes, Abenteuerliches und Verrücktes werden könnte...