Buchstaben-Salat-Rezension:
Drei ist der zweite Teil der Reihe um den Dunklen Turm und erzählt, wie Roland
auf seine Gefährten trifft, die ihn auf der Suche nach dem geheimnisvollen Turm
begleiten sollen.
Die Geschichte nimmt nach dem
einführenden und eher verwirrenden Band Schwarz, der viele Fragen unbeantwortet
lässt, merklich an Fahrt auf. King bleibt seinem sprachlich hohen Niveau treu
und ergänzt die flüssig geschriebene Geschichte um mehrere interessante
Charaktere. Roland trifft seine Gefährten nicht einfach unterwegs, sondern muss
diese erst aus ihrer Welt in die Seine hinüber holen. Dies gestaltet sich
äußerst spannend - vor allem Rolands Blickwinkel auf die Welt seiner Gefährten
(die der unseren entspricht, nur in einer etwas früher angesiedelten Zeit) ist sehr unterhaltsam.
Im zweiten Band lernen wir nicht nur Rolands neue
Gefährten kennen, sondern auch die Figur des Revolvermannes gewinnt an Profil.
Durch weitere Rückblicke wird dem Leser mehr und mehr die Motivation, die hinter
Rolands Reise steckt klar und - zumindest mir - erschien er greifbarer und vor
allem sympathischer. Die vorher recht karge Welt, durch die Roland wandert,
wandelt sich von Wüstenlandschaft zu einem endlosen Sandstrand, den des Nachts
gefährliche Kreaturen bevölkern. Doch nicht nur von ihnen droht Roland Gefahr,
auch in Hinsicht auf seine Gefährten hat er einige Schwierigkeiten zu
überwinden.
Im gesamten
Buch geht es eigentlich nur darum, wie Roland auf seine Gefährten trifft und
diese dazu bringt, ihn zu begleiten. Wenig Weiterentwicklung der Handlung,
sollte man meinen - doch dem ist nicht so. Rolands Handlungen und sein Charakter
werden (be-)greifbarer, ja mir wurde er um einiges nachvollziehbarer und
sympathischer.