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Greg Keyes


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Die Rückkehr der Königin
The Charnel Prince
(2)


Teil 2,
Die verlorenen Reiche
528 Seiten (TB), Del Rey
Genre: Epische Fantasy

Bewertung (1-10):

"Neil McVren rode with his queen down a dark street in the city of the dead."

Inhalt:
Der Dornenkönig ist erwacht und mythische Wesen durchstreifen das Land. Der König von Crotheny und seine Töchter sind tot - durch Betrug. Seine Frau Murielle klammert sich an den Thron und die Hoffnung, dass ihre Tochter Anne Dare den Attentätern entkommen konnte. Um das Schicksal ihrer vermissten Tochter zu ergründen, sendet die Königin ihren einzigen wirklichen Vertrauten, den frisch geschlagenen Ritter, Sir Neil MeqVren. Er findet heraus, dass Anne nur knapp dem Massaker im Kloster Saint Cer entkommen konnte und nun in der Gesellschaft ihrer Magd Austra und dem Schwertmann Cazio. In der Zwischenzeit wird Förster Aspar White auf eine Mission geschickt mit dem Ziel, den Dornenkönig zu töten...

Buchstaben-Salat-Rezension:
Nach den ersten hundert Seiten von "The Charnel Prince" merkt man schnell, dass "The Briar King" / "Der Dornenkönig" eigentlich nur eine - rasant und abwechslungsreich geschriebene - Einleitung zur wahren Geschichte ist. Der zuvor noch so bedrohliche Dornenkönig entpuppt sich als nicht einziges Übel, das Crotheny heim sucht und die Überlebenden des ersten Bandes sehen sich von allen Seiten von Feinden bedrängt. Doch diese bestehen nicht nur aus albtraumhaften mystischen Wesen, die von einem mutigen Helden erschlagen werden können, sondern auch aus politischen Gegnern, die das Königreich durch Intrigen und Machtspiele bedrohen.

So vielfältig die Feinde, so abwechslungsreich auch die verschiedenen Handlungsstränge, in denen alte und neue Helden sich gegen eine jeweils andere Bedrohung zu behaupten haben. Dabei kämpft jeder auf seine Weise - mit Schwert und Degen, Herz und Verstand oder sogar Musik. Und fast jeder Kampf, Angriff oder Schicksalsschlag endet mit einem Cliffhanger: Wie schon im ersten Band quält Keyes seine Leser mit Kapiteln, die an der spannendsten Stelle aufhören, eine Tatsache, die nerven könnte, wäre da nicht das nächste Kapitel, das ja zuvor ebenfalls an einer aufregenden Stelle geendet hat. Und so ist es nicht verwunderlich, wenn man nach stundenlangem Lesen verwundert feststellt, wie spät es schon ist.

Einziges Manko ist in meinen Augen die noch immer mangelhafte Karte. Meine Hoffnung, im Hardcover würde diese besser lesbar sein, als in der Paperbackausgabe, hat sich leider nicht erfüllt. Zu klein geschrieben und detailarm gezeichnet ist dieses von den meisten Fantasylesern geliebte "Feature" ausgefallen. Pluspunkt hingegen ist das in sich relativ abgeschlossenen Ende von "The Charnel Prince", das nicht allzu viele Fragen offen lässt, aber immer noch so viele, dass man Band drei der auf vier Teile angelegten Reihe mit Spannung entgegenblicken darf.

Zur englischen Ausgabe:
Bis auf einige Stellen, die wohl einen Dialekt des Königsreichs darstellen sollen, für geübte Leser, die ein sprachlich gehobenes Niveau zu schätzen wissen, kein Problem.

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