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"Der Himmel riss auf, und Blitze stürzten zwischen den gezackten Rändern
herab. Mit ihnen kam ein schwarzer Hagel, der nach Rauch, Kupfer und Schwefel
schmeckte. Mit ihnen kam ein Geheul wie ein Höllensturm." |
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Inhalt:
Die Sefry leben seit Jahrhunderten im Wald des Königs von Crotheny, doch nun
sind sie auf der Flucht. Denn der Dornenkönig scheint erwacht zu sein -
Menschenopfer an den Kultstätten der alten Götter und eine Spur der Verwüstung,
die ein Furcht erregendes Ungeheuer, der Greffyn, durch das Land zieht, scheinen
dieses Gerücht zu untermauern. Im Kloster d'Ef entdeckt ein Novize, dass das
uralte Buch, das er gerade übersetzt, unheilige Flüche enthält, welche direkt
mit den dunklen Geschehnissen und der Wiederauferstehung des Dornenkönigs
zusammenhängen.
In der Burg des König
herrschen derweil chaotische Verhältnisse, im Mittelpunkt eines Sumpfes aus
Betrug und Mord steht der psychotische Premierminister, König Williams Bruder
Robert. Mit jedem Tag erwacht der Dornenkönig mehr und den Prophezeiungen
zufolge nähert sich die Welt damit einem blutigen Ende. Nur eine Königin aus der
Dare-Linie auf dem Thron von Crotheny kann das Kommen des Dornenkönigs noch
verhindern. William und seine beiden ältesten Töchter sind jedoch verschwunden
und so bleibt der Thron Königin Murielle und ihrer jüngsten Tochter Anne
überlasse, die bald zur Zielscheibe des Bösen im Königreich werden.
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Buchstaben-Salat-Rezension:
Auf insgesamt vier Bände angelegt sind "Die verlorenen Reiche" von Greg Keyes,
von denen "Der Dornenkönig" den ersten Teil darstellt. Wie so oft ist ein
Königreich - in diesem Fall das von Crotheny - vom Untergang bedroht. Intrigen,
Betrug und Mord stehen auf der Tagesordnung, nicht nur am königlichen Hofe,
sondern im ganzen Reich sind Kräfte dabei, am Zerfall der alten Ordnung
mitzuwirken. Und dann ist da auch noch die unheimliche Sage von der
Wiederauferstehung des Dornenkönigs, deren Wahrheitsgehalt von erschreckenden
Geschehnissen erhärtet wird.
In der Mitte dieser düsteren
Szenerie trifft der Leser auf fünf Personen, deren Schicksale den weiteren
Verlauf des Buches bestimmen und welche - mal zusammen, mal getrennt agierend -
die Haupthandlungsfäden der Geschichte ausmachen. Da ist der Wildhüter Aspar,
welcher erkennen muss, dass die seltsamen Ereignisse der jüngsten Zeit
keineswegs Hirngespinste oder Aberglauben sind. Da ist Stephen, ein belesener
und vorwitziger Novize, der erfahren muss, dass die Welt außerhalb einer
Bibliothek recht gefährlich sein kann. Dann ist da noch Neil, ein (zunächst
noch) titel- und besitzloser junger Krieger, dem eine unerwartete Aufgabe
zufällt und Cazio, ein tollkühner Degenfechter, der bald merken muss, dass das
Leben aus mehr besteht, als Straßenkämpfen und Übungsstunden. Und schließlich
Anne, die jüngste Tochter des Königs, die dem Leben als verwöhntes Nesthäkchen
der Herrscherfamilie entsagen muss und sich bald in einer Schlüsselrolle im
aufziehenden Untergang wieder finden wird.
Die recht abenteuerliche Geschichte wird von
Keyes in flottem Tempo und mit einigen unerwarteten Wendungen erzählt. Das
Spannungsniveau ist fast immer gleichmäßig hoch und nicht selten überschlagen
sich die Ereignisse - vor allem gegen Ende des Buches. Hier hatte ich den
Eindruck, dass Keyes etwas zu dick aufgetragen hat und seinen "Showdown" ruhig
hätte kürzer gestalten können. Insgesamt ist der erste Teil der "Verlorenen
Reiche" eine recht in sich abgeschlossene Geschichte, auch wenn mir einige Dinge
nicht ganz klar geworden sind (beispielsweise das Verhalten des Dornenkönigs).
Fazit: Ein Buch, das sich fast
wie von selbst liest und durch eine hohe Aktionsdichte kaum langweilt. Seine
Helden sind liebens- und bewundernswert, witzig und nervig zugleich, genauso wie
seine Antihelden so richtig schön böse sind, ohne auf den ersten Blick all ihre
Karten auf den Tisch zu legen.
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Zur englischen Ausgabe:
Bis auf einige Stellen, die wohl einen Dialekt des Königsreichs darstellen
sollen, für geübte Leser, die ein sprachlich gehobenes Niveau zu schätzen
wissen, kein Problem.
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