Buchstaben-Salat-Rezension:
Und auch Alex Kava wird zur Serientäterin - nein, nicht im blutigen Sinne,
sondern im literarischen. In ihrem zweiten Thriller taucht nicht nur
FBI-Profilerin Maggie O'Dell erneut auf, sondern auch Albert Stucky. Diesen
Serienkiller konnte sie zwar in
Das Böse endlich
fassen, doch ihm gelang die Flucht und alsbald begann sich die Frauenquote der
USA erneut zu dezimieren.
Natürlich setzt Maggie alles
in ihrer Macht Stehende daran, den brutalen Mörder wieder hinter Gitter zu
bringen, zumal sie noch eine ganz persönliche Rechnung mit ihm offen hat.
Erschwert werden ihre Ermittlungen dadurch, dass ihr Chef versucht, sie aus der
Schusslinie zu ziehen. Womit er nicht ganz unrecht hat, wie sich später
herausstellen wird...
Wie alle Thriller aus der Feder von Alex Kava, ist auch dieser solide aufgebaut,
mit einem ordentlich ansteigenden Spannungsbogen je mehr es auf den
unvermeidlichen Showdown zugeht. Keine großen Überraschungen und stilistischen
Feinheiten, bei Kava weiß man was man bekommt, nämlich spannende Unterhaltung,
aber auch nicht mehr oder weniger - sozusagen die Dosenkost der
Psychothriller. Heldin Maggie könnte auch genauso in Büchern von Gardner, Reichs
oder Cornwell ermitteln - wie ihre berühmten Kolleginnen hat auch sie ihre
Dämonen zu bekämpfen und ein mehr oder weniger spannendes Liebesleben zu führen.
Den Buchtitel finde ich ein wenig zu reißerisch formuliert, was aber mit einem
Blick auf den Originaltitel (Split Second) dem deutschen Verlag zuzuschreiben
ist.
Alles in allem ein
guter Thriller für zwischendurch, der mich zwar angemessen unterhalten hat, bei
dem ich aber (im Gegensatz noch zum ersten Teil) nicht mehr mit Spannung auf die
Fortsetzung warte.