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Tommy Jaud


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Vollidiot




284 Seiten (TB), Argon Verlag
Genre: Humor

Bewertung (1-10):

"Ein dürrer, kleiner Ikea-Verkäufer mit lichten, roten Haaren
und großer Nase tippt mich an."

Inhalt:
Nicht alle Männer sind Idioten, einige sind Vollidioten. Wie Simon Peters aus Köln, 29 Jahre alt, TPunktVerkäufer. Im Laden tappt er in jedes Fettnäpfchen. Zu Hause droht Putzfrau Lala, ihn mit einem gackernden BusinessHuhn zu verkuppeln und im Fitnessstudio lauert Popeye, die Killerschwuchtel. Dabei hat er sich doch endlich mal so richtig verliebt: in Marcia P. Garcia, die Milch aufschäumende Traumfrau aus dem Starbucks gegenüber. Nur eine winzige Kleinigkeit steht einer romantischen Hochzeit in der Karibik noch im Wege: Er müsste Marcia vielleicht doch einmal ansprechen…

Buchstaben-Salat-Rezension:
Simon Peters steht kurz vor seinem 29. Geburtstag, befindet sich mitten in Singlephase vier und ist Mitglied eines schwulen Fitness-Clubs. Versehentlich, zumindest im letztgenannten Fall. Zunächst noch liebenswerter, durchschnittlicher männlicher Idiot, steigert er sich im Laufe der Geschichte wesentlich und erwirbt spätestens kurz vor dem (versöhnlichen) Ende einer skurrilen und vor allem witzigen Geschichte den "vollen" Titel.

"Vollidiot" ist eines dieser Bücher, die man an einem sonnigen Sommer- oder Urlaubstag locker im Liegestuhl weg liest, stets mit einem Grinsen auf den Lippen und oft mit dem Drang, seine Mitmenschen an den spaßigen Anekdötchen und Erlebnissen im Leben eines T-Punkt-Verkäufers teilhaben zu lassen. Kostprobe gefällig?

"Nirgendwo auf der ganzen Welt wird einem Single sein ganz persönliches Scheitern konzentrierter und kaltblütiger vor Augen geführt als bei Ikea. Und zwar auf ganzer Linie. Ikea, das ist kein Einrichtungshaus, das ist ein ausgeklügelter, skandinavischer Lehrpfad des Versagens, der durch das eigene Nichts direkt zu einer der dreißig gelbblauen Kassen führt."

In derartiger Manier analysiert Pechvogel Simon seine Umwelt, immer aus dem Sichtwinkel eines frustrierten Singles, der fast schon aufgegeben hat, die Traumfrau zu finden und glückliche Paare kaum ertragen kann. Dabei benimmt er sich nicht nur oft idiotisch, sondern auch egozentrisch und fühlt sich durch das Liebesglück seines Freundes und Arbeitskollegen Flick an die eigene Einsamkeit erinnert. Je weiter die Geschichte voranschreitet, desto abstruser werden die Erlebnisse Simons, bis er sich wahrlich wie ein richtiger Vollidiot benimmt...

Dass die Geschichte dennoch ein versöhnliches Ende nimmt und sich auch der Bogen zu o.g. schwedischen Möbelhaus wieder schließt, hat Simon seinen Freunden zu verdanken, die es im Laufe der Geschichte wirklich nicht leicht mit ihm hatten. "Vollidiot" ist ein nettes Buch für Zwischendurch, das sich flott liest, dem man aber anmerkt, dass sein Autor aus der Comedy-Branche stammt und sich aus dem dort üblichen Witzrepertoire bedient.

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