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Linda Howard


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Vor Jahr und Tag
Kill and Tell



349 Seiten (TB), Verlagsgruppe Randomhouse
Genre: Romantic Suspense

Bewertung (1-10):

"Mit dem Paketband, das er gestern in einem Supermarkt gestohlen hatte,
klebte Dexter Whitlaw die Schachtel sorgfältig an den Ecken zu."

Inhalt:
Seit langem hatte Karen Whitlaw keinen Kontakt mehr zu ihrem Vater. Deshalb reagiert sie zunächst nicht, als er ihr ein Notizbuch zusendet. Doch bald darauf ist ihr Vater tot - ein Mord, der beängstigend in ihr leben eingreift: Karens Wohnung wird durchsucht, und sie gerät in lebensgefährliche Situationen. offensichtlich ist jemand hinter dem Buch her, das mehr Informationen enthält, als den Beteiligten lieb sein kann. Und nur ein Mann kann ihr helfen...

Buchstaben-Salat-Rezension:
Karen Whitlaw führt wirklich kein einfaches Leben: Ihre Kindheit hat sie alleine mit ihrer schwer arbeitenden Mutter verbracht, unterbrochen von den sporadischen Besuchen des Vaters, der vollkommen verändert aus dem Vietnam-Krieg heimgekehrt ist und seine Familie verlassen hat. Nach dem Tod der Mutter versucht sie, Kummer und Einsamkeit in auslaugenden Nachtschichten in ihrem Job als Krankenschwester zu ersticken, bis sie erfährt, dass ihr Vater ermordet wurde.

Um die Leiche zu identifizieren, fliegt sie an den Ort des Verbrechens - New Orleans - und trifft auf den zuständigen Polizisten, Marc Chastain. Dieser charismatische Macho zieht bald alle Verführungsregister, denn die angeschlagene Karen weckt seinen Beschützerinstinkt. Als dann Karen auch noch Opfer geheimnisvoller Anschläge wird, versuchen beide gemeinsam herauszufinden, wer ihr nach dem Leben trachtet.

Nach Mister Perfekt und Auch Engel mögens heiß war dies mein drittes Buch von Linda Howard. Und ich muss leider sagen, dass mir die beiden erstgenannten wesentlich besser gefallen haben. Die Handlung um Krankenschwester und Cop wird mal aus weiblicher, mal aus männlicher Sicht geschildert, ein Schreibstil, dem ich einiges abgewinnen konnte. Nur mit Marc, dem testosterongeladenen Traum aller Frauen, der nicht nur gut aussieht, klug und fürsorglich ist, sondern auch mit einem besonders stark ausgeprägten Selbstbewusstsein ausgestattet ist, kam ich weniger gut zurecht. Sein minuziöser Eroberungsplan gegenüber Karen - der kein Versagen vorsieht - war dann doch zuviel des Guten und machte mir den Supercop fast unsympathisch. Auch die Rahmenhandlung um CIA und einen ehrgeizigen Senator mit Leichen im Keller fesselte mich nicht allzu sehr, so dass ich mich gegen Ende des Buches doch dabei ertappte, Absätze zu überfliegen, um schließlich zum leicht klischeehaften Schluss zu gelangen.

Alles in allem ein nettes Buch für einen sonnigen Nachmittag im Liegestuhl, das sich besonders durch einige heiße Bett-Szenen und einen interessanten Einblick in das French Quarter von New Orleans auszeichnet.

 
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