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Linda Howard


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Heiße Spur
Cry no more
(1)



400 Seiten (TB), Randomhouse Verlag
Genre: Romantic Suspense

Bewertung (1-10):

"Milla had fallen asleep while the baby was nursing."

Inhalt:
Milla Edge hat eine seltene Gabe: Sie findet vermisste Kinder, auch wenn die Polizei jede Hoffnung aufgegeben hat. Als sie bei der Verfolgung einer heißen Spur in Mexiko auf einen Kinderhändler-Ring stößt, erkennt sie dessen Gefährlichkeit zunächst nicht. Doch sie weiß, dass der Schlüssel zu dem Verbrechersyndikat in den Händen eines schwer auffindbaren Mannes liegt. Um diesen aufzuspüren, ist Milla auf die Hilfe von James Diaz angewiesen - eines ebenso undurchsichtigen wie attraktiven Mannes. Ehe sie sich versieht, ist Milla selbst zur Gejagten geworden und gerät in tödliche Gefahr...

Buchstaben-Salat-Rezension:
Milla Boone widerfährt der Albtraum einer jeden Mutter - ihr sechs Wochen alter Säugling wird ihr mitten in einem mexikanischen Supermarkt aus den Händen gerissen. Zehn Jahre später hat Milla immer noch keine Spur ihres Sohnes finden können und investiert ihre gesamte Zeit und Energie in die von ihr gegründete Organisation Finders, deren Ziel das Aufspüren verschwundener Personen ist.

Im Gegensatz zu den meisten romantischen Krimis aus der Feder Linda Howards ist "Cry no more" überraschend dicht, relativ brutal und äußerst spannend. Kaum romantisches Gesäusel, dafür eine packende Story und ein Held, der zur Abwechslung mal kein Polizist (wie sonst oft in Geschichten solcher Art) und vor allem schwer einzuschätzen ist. Mit Milla Boone hat Howard dazu eine Frau geschaffen, an der eigentlich alles sanft und weiblich wäre, die sich jedoch durch die Entführung ihres Sohnes ganz entgegen ihrer Natur entwickelt hat bzw. musste, um den steinigen Weg auf der Suche nach dem verschwundenen Baby beschreiten zu können. 

Trotz aller Spannung und Brutalität rührt die Geschichte einer Mutter, die nicht aufgibt, ihr Kind wieder zu finden, vor allem gegen Ende zu Tränen. Dennoch rutscht "Cry no more" niemals in den Kitsch ab, sondern weist überraschende psychologische Tiefe auf. Einziger Makel: An einigen Stellen wirkt die Story doch arg konstruiert, was aber nicht allzu sehr ins Gewicht fällt. 

Zur englischen Ausgabe:
Sprachlich als leicht bis mittelmäßig schwer einzuschätzen. Viel Umgangssprache, teilweise spanische Begriffe, die aber erklärt werden oder sich aus dem Zusammenhang heraus verstehen lassen.

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