Buchstaben-Salat-Rezension:
Wer sich wundert, was da andauernd aus diesem Buch tropft:
Das ist pures Testosteron! Und zwar das vom Helden Ben Lewis, der in
wirklich ALLEN Situationen nur an Sex denken kann. Genauer gesagt
mit Jillian Sherwood, die eigentlich überhaupt nicht sein Typ ist,
aber mitten im Dschungel überlegt Mann sich das dann doch mal
anders. Aus den ersten Zeilen dieser Rezension spricht schon meine
Enttäuschung über dieses Buch von Linda Howard, das eigentlich recht
viel versprechend anfing.
Jillian Sherwood begibt sich auf eine
archäologische Expedition im Dschungel Brasiliens, um einen
sagenumwobenen Diamanten zu finden. Durch den Fund möchte sie eine
gewagte Theorie ihres in Fachkreisen als Spinner verrufenen und
mittlerweile verstorbenen Vaters beweisen. In ihrer Begleitung
befinden sich nicht nur einige zwielichtige Gestalten, die nicht
unbedingt am historischen Wert des Steines interessiert sind,
sondern auch der Abenteurer Ben Lewis, welcher der Expedition als
Führer dient.
Zwischen Jillian und Ben entwickelt
sich ein seitenlanges Spielchen - er ist auf Sex aus, sie findet ihn
attraktiv, aber ziert sich, um ihn zu ärgern - das mit der Zeit
enorm an Reiz verliert. Vor allem Ben geht jeder normalen Frau in
kürzester Zeit gewaltig auf die Nerven - seine Gedankengänge drehen
sich selbst in den absurdesten Situationen nur um das eine, von
seinem Frauenbild einmal ganz zu schweigen. Hätte Howard der
Geschichte vielleicht ein bisschen mehr Witz verliehen (und damit
meine ich nicht die paar konstruierten Lacher, die sie eingebaut
hat), wäre Ben vielleicht ein wenig besser bei mir weg gekommen. So
nervt er nur und ist mein Hauptkritikpunkt an einer oberflächlichen
und relativ lahmen Geschichte.
Schade eigentlich - Frau Howard hat
doch schon oft bewiesen, dass sie es wesentlich besser kann!