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Corinne Hofmann


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Die weiße Massai




Fortsetzungen der Lebensgeschichte
464 Seiten (TB), Verlagsgruppe Droemer Knaur
Genre: Erlebnisbericht

Bewertung (1-10):

"Herrliche Tropenluft empfängt uns bei der Ankunft auf dem Flughafen Mombasa, und bereits hier ahne und spüre ich: dies ist mein Land, hier werde ich mich wohl fühlen."

Inhalt:
Auf einer Urlaubsreise durch Kenia begegnet Corinne Hofmann dem Massai-Krieger Lketinga - und verliebt sich auf den ersten Blick in ihn. Sie verläßt ihren Lebensgefährten, zieht in den kenianischen Busch zu den Massai und heiratet Lketinga. Abenteuerliche Jahre folgen, Jahre der Liebe, aber auch des Verzichts und wachsender Probleme: Die Verständigung ist schwierig, die Ernährung ungewohnt, das Rollenverständnis völlig anders. Als ihre Tochter Napirai geboren wird, scheint sich doch noch alles zum Guten zu wenden...

Buchstaben-Salat-Rezension:
Endlich bin auch ich dazu gekommen, fast schon den Klassiker der Afrika-Erlebnisberichte, nämlich "Die weiße Massai" zu lesen. Wie bei Werken dieses Genres zu erwarten, ist der Sprachstil eher holprig und unausgefeilt. Dennoch lässt sich die abenteuerliche Geschichte der Schweizerin Corinne Hofmann flüssig lesen. Bei einem Afrika-Urlaub lernt die 27jährige den Massai-Krieger Lketinga kennen und verliebt sich Hals über Kopf. Was bei anderen Urlauberinnen allerhöchstens in einem Flirt oder einer Affäre geendet hätte, wird bei Corinne zur wahren Besessenheit. Bereits nach kurzer Kennenlernphase ist sie bereit, ihre gesicherte Existenz in der Schweiz aufzugeben und zu ihrem Krieger in den afrikanischen Busch zu ziehen.

Was dann folgt, sind kurze Phasen des Glücks, stetig unterbrochen von mittleren bis großen Katastrophen. Die Liebe zu Lketinga und seinem Land muss bei Corinne wirklich groß (und teilweise blind) gewesen sein, denn die junge Frau lässt sich auf ihrem ungewöhnlichen Lebensweg nicht beirren. Ein wenig zu kurz gekommen sind mir kulturelle Hintergründe des Samburu-Stammes, denn bis auf wenige Ausnahmen beschreibt die Schweizerin lediglich das alltägliche Leben, das stark von ihren eigenen Emotionen und Wahrnehmungen geprägt ist und die Beweggründe der Afrikaner nur ansatzweise vermitteln kann. Was mir vollkommen unverständlich erscheint, ist dass die junge Frau auch nach vier Jahren die Sprache ihres Mannes kaum versteht und selbst die Unterhaltungen auf Englisch äußerst lückenhaft und den großen Problemen des Ehepaares gegenüber nicht gerade förderlich sind.

Insgesamt ist "Die weiße Massai" ein typischer Erlebnisbericht, der durch interessante und spannende Ereignisse punktet, im sprachlichen Bereich allerdings Mängel aufzuweisen hat. Wer über holprige, stilistisch eher Schwache Sprache hinwegsehen kann, dem ist mit diesem Buch ein kurzweiliges Lesevergnügen beschert.

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