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"Wie immer war Chloe Larson in fürchterlicher Hetze." |
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Inhalt:
Der Alptraum jeder Frau: Du kommst abends in dein Apartment. Du bist allein. Alles scheint wie immer, nur ein paar Kleinigkeiten lassen dich stutzen. Du kümmerst dich nicht darum. Du gehst schlafen. Und auf diesen Moment, hat der Mann, der unter deinem Fenster lauert, nur gewartet.
C.J. ist Staatsanwältin in Miami, und sie ist ein As. Eines Tages schnappt die Polizei bei einer zufälligen Verkehrskontrolle einen psychopathischen Serienkiller, nach dem seit Monaten gefahndet wird. Weil C.J. die Beste ist, betraut man sie mit der Anklage. Aber als ihr der Mann vorgeführt wird, den sie im Polizeijargon Cupido nennen, ist sie wie gelähmt. Es besteht kein Zweifel: ihr gegenüber sitzt der Mann, der sie vor 12 Jahren eine ganze, entsetzliche Nacht lang gefoltert und vergewaltigt hat.
Wider alle Vernunft will C.J nur eins: Vergeltung. Dabei vergisst sie, dass Rache auch blind machen kann. Blind gegenüber der tödlichen Gefahr, die für sie von Cupido noch immer ausgeht... |
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Buchstaben-Salat-Rezension:
Cupido ist eine Mischung aus Gerichts- und Psycho-Thriller. Erzählt wird
der Roman aus der Sicht eines Opfers - Chloe, bzw. später C.J. - das von einem
Unbekannten brutal vergewaltigt und gefoltert wurde. Zwölf Jahre später hat sie
ihr Leben halbwegs im Griff und ist erfolgreiche Staatsanwältin in Miami. Dort
jagdt sie zusammen mit der Polizei einen Serienmörder, der junge,
hübsche Frauen entführt und brutal umbringt. Der Täter wird gefasst und C.J. erkennt in ihm ihren
Vergewaltiger. Als Staatsanwältin sitzt sie ihm nun im Gericht gegenüber.
Cupido (=triebhafte Begierde) wird aus der Sicht des Opfers geschildert
und nimmt daher den Ermittlungsarbeiten ihre Nüchternheit. Dadurch, dass die
Geschehnisse nicht aus Sicht einer Gerichtsmedizinerin oder eines Detectives
geschildert werden, ist natürlich viel mehr Emotionalität mit den Ereignissen
verbunden. Und das, obwohl Hoffman sich bei der Schilderung der Vergewaltigung
nicht in detaillierten Beschreibungen der Grausamkeiten, die Chloe übersicht
ergehen lassen muss, ergeht - was dem Buch
meiner Meinung nach sehr gut tut.
Interessant ist außerdem der Aspekt, dass ein
Opfer zum Ankläger wird - und zwar nicht indirekt als Belastungszeuge bei einer
Gerichtsverhandlung, sondern aus der Position der Staatsanwältin heraus. Die
Idee des Buches ist gut und durchweg solide umgesetzt. Die Handlung hält ein
fast immer gleichmäßig hohes Spannungsniveau, ist immer im Fluss und der Leser
muss nicht seitenlang auf neue Entwicklungen warten. Das Ende der Geschichte ist
unbedingt als originell zu bezeichnen, dennoch bemüht sich Hoffman, der Handlung
doch noch eine unerwartete Wendung zu geben. Und dies gelingt ihr durchaus, wenn
sich auch eingefleischte Thriller-Leser den Ausgang bestimmt schon im letzten Viertel
denken können. Alles in
allem ein lesenswerter Thriller mit einer interessanten Grundidee, die gut
umgesetzt wurde. |
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