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Robin Hobb


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Die Magie des Assassinen
Assassin's Quest


Teil 3, Die Legende vom Weitseher I
1212 Seiten (TB), Bastei Lübbe Verlag
Genre: Epische Fantasy

Bewertung (1-10):

"Ich erwache jeden Morgen mit Tinte an meinen Fingern."

Inhalt:
Fitz ist tot - zumindest sieht es so aus. Doch mit Hilfe seines Weggefährten Burrich und seines alten Mentors entsteigt er, wenn auch nur widerwillig, dem Grab und findet ein Königreich am Rande des Zusammenbruchs: Der alte König Listenreich ist tot, ermordet von seinem Sohn Edel, der nun auf dem Thron sitzt. Die Korsaren haben alle wichtigen Häfen besetzt, das Volk von Heim und Herd vertrieben. Fitz, zerschunden an Leib und Seele, kennt nur ein Ziel: Rache an Prinz Edel, der alles gestohlen hat, was der junge Weitseher einst liebte. Dabei entdeckt er neue magische Kräfte in sich, Kräfte, die ihn noch mächtiger machen - oder ihn das Leben kosten können...

Buchstaben-Salat-Rezension:
Die Legende vom Weitseher ist einer dieser Zyklen, die mich von Anfang an gefangen genommen haben. Keine lange Tunnellauferei wie bei Osten Ard (Insiderslang für zäher Anfang *g*), sondern man begleitet von Beginn an die Hauptperson, den hier noch jungen Fitz, auf seinem Lebensweg.

Fitz kommt praktisch als "unbeschriebenes Blatt" in die Burg seines Großvaters, dem König. Fitz ist ein Bastard, da sein Vater eine Affäre mit seiner Mutter hatte und diese schickt ihn weg, weil sie sich den Unterhalt für den kleinen Jungen nicht mehr leisten kann. Und so wird Fitz zum Werkzeug - der König erkennt die politische Gefahr, die der Bastard bedeuten kann, behält ihn aber und lässt ihn zum Assassinen ausbilden. Eine ganze Zeit lang bleibt Fitz auch williger Diener des Königs, doch im späteren Verlauf der Geschichte entwickelt sich seine Figur weiter - er beginnt über seine todbringenden Taten nachzudenken, wobei er jedoch seine Pflicht (und Schuld) gegenüber dem König nicht vergisst.

Ein weiterer interessanter Aspekt in den Büchern ist die Magie. Sie tritt als spezielle Begabung auf, die besonders in der Königsfamilie ausgebildet ist und beispielsweise in der Kunst der Gedankenübertragung besteht. Als blutrünstige Piraten das Königreich bedrohen, kommt diese auch verstärkt zum Einsatz. Ich kann diese Trilogie nur jedem, der anspruchsvolle Fantasy mag und auf magische Wesen wie Elfen oder Zwerge verzichten kann, empfehlen.

Die Welt von Weitseher Fitz ist keine der edlen Ritter oder blutrünstigen Hobgoblins - sie ist vielmehr Mittelpunkt einer intelligenten und komplexen Geschichte, die durch originelle und geheimnisvolle Figuren besticht. Vieles ist nicht das was es zu sein scheint und besonders der dritte Band wartet mit einigen Überraschungen auf. Wer nicht genug bekommen kann von Fitz & Co. kann gleich weiter lesen, denn von einer weiteren Trilogie - die Zweiten Chroniken um Fitz den Weitseher (The Tawny Man) - sind gerade die beiden ersten Bände erschienen.

Drei-Minuten-Rezi von 9. November 2004
Rezensiert wurde die Hardcover-Ausgabe.
 
Aufmachung: Robuste Bindung, starker Buchrücken. Dieses Buch hält etwas aus und taugt zu mehrfachem Lesen.
Normales Papier. Durchschnittliche Papierstärke.
Das Cover ist durchschnittlich und unauffällig.
Normales Schriftbild. Weder zu kleine, noch zu große Schriftgröße.
Passt Cover zum Inhalt: Ja.
Erzählperspektive: Ich-Perspektive, erzählend (der Ich-Erzähler erzählt die Geschichte im Rückblick).
Einstieg in die Geschichte: Durchschnittlich - weder langweilig noch besonders interessant.
Der Einstieg knüpft auch in diesem Teil recht nahtlos an den Vorgänger an.
Plot: Originell. Teilweise neue und erfrischende Ideen.
Abgefahren. Teilweise sehr verrückte und absurde Geschehnisse.
Figuren: Vielschichtig und interessant.
Sympathisch und mitreißend.
Setting: Realistisch und lebensecht. Man kann sich alles sehr gut vorstellen.
Lesefluss: Locker. Die Geschichte lässt sich leicht lesen.
Achterbahn. Stetiger Wechsel zwischen spannenden und ruhigen Phasen.
Ein paar Längen hat das Buch schon, aber die sind kaum der Rede wert.
Sprache: Blumig und lautmalerisch. Viele Adjektive und Metaphern.
Präzise und treffend. Man kann sich alle Schauplätze gut vorstellen.
Entrückend. Der Autor vermag einen mit der Kraft seiner Worte an den Ort des Geschehens zu versetzen.
Wunderbar!
Zusatzmaterial: nicht vorhanden
Stärken: Erzählperspektive
Plot (Geschichte)
Charakterzeichnung
Sprache
Schwächen: Zusatzmaterial
Abschließende Bemerkungen: Ich bin einfach nur begeistert!
 

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