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Tess Gerritsen


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Der blinde Krieger / Die Stunde des Piraten
Mad Ship
(2)


Teil 2, Zauberschiffe
864 Seiten (TB), Bastei Lübbe Verlag
Genre:
Epische Fantasy

Bewertung (1-10):

"Below the serpents, the beds of weed swayed gently in the changing tide."

Inhalt:
Altheas Versuch, ihr geliebtes Zauberschiff zurückzuerobern, scheitert fürs Erste am Piraten Kennit. Als sie in ihre Heimatstadt Bingtown zurückkehrt, erfährt sie, dass der Regenwildmann Rheyn in die Familie einheiraten will. Da dessen Clan das Hexenholz-Geheimnis hütet, könnte eine Vermählung die Probleme der Familie lösen. Doch inzwischen zieht neues Unheil über Bingtown auf: Santrap Cosgo nähert sich mit einer Söldnerflotte der Stadt, um seine alten Rivalen endgültig zu besiegen...

Althea Vestrit sticht mit ihren Gefährten in See, um nach dem verschollenen Zauberschiff ihrer Familie zu suchen. Doch die Viviace befindet sich in der Gewalt des Piraten Kennit, der es geschickt versteht, um deren Vertrauen zu buhlen. Und während Althea auf ihrer gefahrvollen Suche nach Anderland kommt, der Insel des mysteriösen Orakels, überschlagen sich in ihrer Heimatstadt Bingtown die Ereignisse: Söldner aus dem verfeindeten Chalced greifen an...

Buchstaben-Salat-Rezension:
Lebendige Schiffe, häh?
Ein wenig irritierend ist das Konzept der lebenden Schiffe schon - allerdings nur, bis man die ersten Seiten dieser Trilogie von Robin Hobb gelesen hat. Hat man erst einmal die Tradition der Zauberschiffe verstanden und ist die Viviace erwacht, erscheint es dem Leser ganz selbstverständlich, dass Althea Vestrit das ein oder andere Pläuschchen mit der Gallionsfigur aus dem geheimnisvollen Holz hält.

Alles könnte so schön sein, hätte nicht Altheas Schwager die Viviace geerbt und an Altheas Statt seinen ältesten Sohn Wintrow an Bord gezwungen. Während das Zauberschiff die traditionsreiche Handelsstadt Bingtown verlässt, ziehen weitere dunkle Wolken auf. Eine verbitterte Althea versucht alles, um ihr Erbe zurück zu erlangen, während ihre gerade verwitwete Mutter finanzielle Sorgen plagen und sich der angehende Priester Wintrow mit einem Leben als Seemann an Bord der Viviace abfinden muss. Und der geheimnisvolle Pirat Kennit strebt die Herrschaft über die Pirateninseln an...

Nachdem ich bereits die Weitseher-Trilogie von Robin Hobb gelesen habe, festigte sich bei der Lektüre ihrer Zauberschiffe mein Eindruck, dass gute Fantasy-Romane auch ohne Finde-das-magische-Schwert-Plott oder Horden von Goblins auskommen können. Magie tritt nur am Rande (z.B. in Form des Zauberholzes) auf und ist eher geheimnisumwoben. Eine dunkle Bedrohung gibt es nicht, vielmehr sind die Protagonisten in ihren eigenen Problemen und Nöten gefangen.

Auch wenn Hobb viele Handlungsstränge gleichzeitig verfolgt, sind diese die gesamte Geschichte hindurch miteinander verwoben und es macht Spaß, jedes einzelne Schicksal zu verfolgen.

Zur englischen Ausgabe:
Mittelschweres Niveau, Anfänger sollten vielleicht zunächst Probe lesen (leider steht keine Leseprobe zur Verfügung, auf Hobbs Homepage findet sich jedoch eine zu "Fool's Fate). Belohnt werden die Beschwerden allerdings durch die Tatsache, dass viele Namen in der deutschen Übersetzung "eingedeutscht" wurden, was bei einem Wechsel zwischen den Ausgaben für Verwirrung sorgen könnte.
 

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