Willkommen auf Buchstaben-Salat.de!
Informationen und Meinungen rund um Bücher.

Home         Blog          Einkaufstimer          FAQ         Rezensionen          Serien          Forum          Links

Autoren-Infos
Bibliographien
Gerüchteküche

Interviews

Besucher-Input
Besucher-Rezis
Gästebuch
Kontakt

Leserunden
Umfragen

Extras
Bücherrätsel
Sonderberichte
Diverses

 

Partner


booklooker.de - Der Flohmarkt für Bücher

eBay

 

 

Frank Herbert


Amazon

Der Wüstenplanet
Dune (3)


Teil 1, Dune-Zyklus
872 Seiten (TB), Verlagsgruppe Randomhouse
Genre: Science Fiction

Bewertung (1-10):

"In der letzten Woche vor ihrem Abflug nach Arrakis, als die allgemeine Aufregung nicht nur zu einem Höhepunkt, sondern beinahe zu einer Unerträglichkeit geworden war, empfing die Mutter des Knaben Paul den Besuch einer Greisin."

Inhalt:
Herzog Leto Atreides erhält vom Imperator Arrakis zum Lehen, den Wüstenplaneten, eine schreckliche Welt, in der nur die Stärksten überleben können. Aber gleichzeitig ist Arrakis die wertvollste Welt der Galaxis, denn nur in ihren Dünenfeldern ist das Melange zu finden, eine Droge, die den Menschen die Gabe verleiht, in die Zukunft zu blicken. Als der Herzog Arrakis betritt, ist er so gut wie tot. Seine mächtigen Gegner haben längst alles vorbereitet, um die Familie Atreides auszurotten. Doch seinem Sohn gelingt es in die Wüste zu entkommen und bei den Fremen unterzutauchen. Er wird der Anführer, und sie nennen ihn Muad'dib...

Buchstaben-Salat-Rezension:
Endlich hab ich mich an diesen Klassiker des Science-Fiction-Genres gewagt und bleibe etwas zwiegespalten zurück. Das Buch ist in drei Teile aufgeteilt und vor allem der Einstieg hat mir sehr gut gefallen. Schlüssig und anschaulich wird zuerst kurz die Welt auf der Paul Atreides zu Beginn des Buches noch lebt, vorgestellt, wesentlich intensiver und beeindruckender folgt die erste Begegnung mit dem Wüstenplaneten. Die harschen Lebensbedingungen unter der brennenden Sonne, wo Wasser das höchste Gut ist, hat Herbert gut eingefangen, noch besser ist ihm die Schilderung des auf Arrakis lebenden Volkes der Fremen und ihrer Philosophie gelungen. Eine weitere interessante Kultur, die in Dune eine Rolle spielt, ist die der Bene Gesserit, einem nur aus Frauen bestehenden Orden, der seine Finger in wesentlichen Aspekten der Geschichte zu haben scheint.

Im Mittelpunkt des Buches stehen aber weder Bene Gesserit noch Fremen, sondern der Junge Paul. Aufgrund der spannenden Ereignisse relativ am Anfang der gesamten Geschichte muss dieser sehr schnell erwachsen werden und wirkt in dieser Rolle fast zu überzeugend. Pauls zunehmendes Selbstbewusstsein und seine Makellosigkeit verminderten mir dann auch den Spaß, den mir die Geschichte zunächst gemacht hat, immer mehr. Die Gründe für sein Verhalten konnte Herbert mir zwar klar machen, aber sie machten mir die Hauptfigur von Dune nicht sympathischer. Obwohl Herbert großen Wert darauf legt, seinem Leser die Gedanken der Figuren nahe zu bringen (durch häufige kurze innere Monologe), mangelte es bei einigen Charakteren einfach an Emotion und Glaubwürdigkeit. Etwas viel versprechendere Figuren (z.B. Stilgar oder Thufir) wurden leider auf die ein oder andere Weise daran gehindert, dem ganzen etwas mehr Profil zu verleihen.

Alles in allem gelingt es Herbert das Bild eines herausfordernden, gnadenlosen Wüstenplaneten zu schildern und die Kultur der darauf lebenden Menschen glaubwürdig einzufangen. Leider fand ich nicht alle Handlungsstränge gleichermaßen spannend und konnte mich mit wichtigen Charakteren einfach nicht anfreunden. Schade, nach einem viel versprechenden Anfang hätte ich mehr erwartet.

Zur englischen Ausgabe:
Nicht immer einfach zu lesen. Eher für Fortgeschrittene geeignet.

Kontakt                                           Impressum                                               top