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René Hemmerling


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Ein selten blödes Märchenbuch



112 Seiten (TB), Books on Demand
Genre: Funny Fantasy

 

Besucherrezi
vorhanden

Inhalt:
Was wäre aus den vielen Märchen geworden, hätten sie die Gebrüder Grimm nicht zu Papier gebracht? Mögliche Antworten gibt: "Ein selten blödes Märchenbuch". Elf Märchen wie sie makaberer nicht sein könnten. Der Leser erfährt u.a., wie man legal Teenies ausbeutet, was zu Halloween im Märchenland passiert, warum die Zahnfee den Kindern die Zähne ausschlägt, wie schön doch die Aussicht vom Kopf eines gekreuzigten ist, warum der gestiefelte Kater gestiefelt wurde und warum von zu schweren Intimschmuck abzuraten ist. Selbst die Gebrüder Grimm höchstpersönlich treiben im Märchenland ihr Unwesen und kaufen diverse Märchenfiguren billig ein, nur um sie völlig überteuert wieder zu verhökern. Zusätzlich gibt es eine Abhandlung über die Bedeutung des Popel aus medizinischer und historischer Sicht. Fazit: Schwarzer Humor wird in diesem Buch großgeschrieben.

Besucherrezension von Anja Müller

Grimms Märchen einmal ganz anders. Der Autor hat sich überlegt, wie es wohl wäre, wenn die Märchen von den Gebr. Grimm nicht niedergeschrieben, sondern weiter von Mund zu Mund getragen worden wären. Heraus gekommen ist dabei schwarzer Humor der Extraklasse. Die bekannten Figuren vom Froschkönig bis zu den Bremer Stadtmusikanten kann man zwar noch erahnen, doch haben sie mit ihren Ursprung kaum noch was gemein.

Wie das Cover schon andeutet, ist das selten blöde Märchenbuch“ nichts für zarte Gemüter. Themen wie Gewalt, Sex und Drogen fließen ebenso in die Märchen mit ein, wie die Kirche, Wirtschaft und Politik. Alles in einem rasantem Tempo, das man die ein oder andere Stelle zweimal lesen muss um wirklich keinen Gag oder Anspielung auf heutige Zeitgenossen zu überlesen. Das Zitat auf der Rückseite, wie auch die Altersbeschränkung sind nicht nur amüsant, sondern auch durchaus sinnvoll und angebracht. Das Buch an sich kann man nur als rundum gelungen bezeichnen. Das Titelbild und die Illustrationen von P. M. Hoffmann runden das Gesamtwerk optisch ab. Besonders gelungen sind die Illustrationen einiger prominenter Zeitgenossen, aber auch die restlichen Bilder vermitteln einem den Eindruck, Hoffmann zeichnet wie Hemmerling schreibt.

Fazit:
Wer mit schwarzen Humor kein Problem hat, sollte sich René Hemmerling’s zweites Buch nicht entgehen lassen. Seinen unverkennbaren Schreibstil, den man am ehesten noch mit dem Humor der Monty Python Truppe oder Douglas Adams vergleichen kann, ist er auch hier treugeblieben.
Ein selten blödes Märchenbuch“, platzt förmlich vor Unterhaltung aus allen Nähten. Es gibt nicht viele Bücher, bei denen ich laut gelacht habe, aber dieses gehört dazu. Ich kann das Buch nur jedem wärmstens ans Herz legen, nur bitte nicht den Kindern vorlesen.

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