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"North Greenwich. Late May." |
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Inhalt:
London im Frühling. In der Nähe der Themse werden die Leichen von fünf Frauen gefunden, die offenbar einem Serienmörder zum Opfer fielen. Die Öffentlichkeit ist schockiert, und Detective Inspector Jack Caffery ermittelt mit seiner Spezialeinheit fieberhaft, um dem mysteriösen
"Vogelmann" auf die Spur zu kommen.
Hinweise führen ihn schließlich nach Greenwich, wo Jack die junge Malerin Becky kennen lernt, für die er bald mehr als nur berufliches Interesse entwickelt. Als es der Polizei schließlich gelingt, einen Verdächtigen festzunehmen, hoffen alle auf ein Ende des Alptraums. Doch das Morden geht weiter. Und auf einmal ist Becky spurlos verschwunden. |
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Buchstaben-Salat-Rezension:
Ein Frauenmörder geht in London um und gibt der Polizei
Rätsel auf. Ermittelnder Polizeibeamter ist Detective Inspector Jack
Caffery, in der Hörbuchversion hervorragend gesprochen von Dietmar
Bär, dem Kölner Tatort-Kommissaren. Ihm gelingt es, dem neuen
Ermittler Leben einzuhauchen und ihn - vor dem inneren Auge des
Hörers - dem Täter nachspüren zu sehen.
Hayder ist mit Caffery eine interessante Figur gelungen, denn nicht
nur die Jagd auf einen brutalen Serienmörder mit ungewöhnlichen
Praktiken hält Ermittler und Leser bzw. Hörer in Atem, sondern auch
dessen privater Hintergrund ist nicht uninteressant. Caffery lebt
nämlich in seinem Elternhaus, Tür an Tür mit dem Mann, den er der
Entführung und Ermordung seines kleinen Bruders verdächtigt. Dieser
Konflikt schwelt seit Jahrzehnten und lässt den Inspector nicht zur
Ruhe kommen. Leider - ich vermute aufgrund von Kürzungen bei der
Hörbuchversion - nimmt diese Geschichte keinen allzu großen Raum
ein, macht aber neugierig und wird im Nachfolgeband "Die Behandlung"
weitergesponnen.
Besonders auffällig an Hayders Roman ist die Brutalität und
Deutlichkeit, mit der sie die Verbrechen schildert und sich auch
nicht scheut, ein so sensibles Thema wie Nekrophilie anzuschneiden.
Gerade beim Zuhören fällt dies besonders ins Gewicht, denn ein
Überfliegen unangenehmer Stellen ist nicht in dem Maße möglich, wie
es bei der Lektüre ist und so sah ich mich mit grausligen Stellen
konfrontiert, die ich mir bei einem Buch wohl nicht mit voller
Konzentration angetan hätte.
Alles in allem ein atmosphärisch dichter Roman, der - vor allem am
Ende - die Wut und Ohnmacht, die ein Ermittler bei der Konfrontation
mit einem Täter verspüren muss, gelungen darzustellen vermag.
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