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Robert Harris


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Enigma
Enigma


379 Seiten (HC), Heyne Verlag
Genre: Historischer Roman

Bewertung (1-10):

"Camebridge im vierten Kriegswinter: eine Geisterstadt."

Inhalt:
England im März 1943. In Bletchley Park, einem streng bewachten Camp, wird rund um die Uhr gearbeitet. Fieberhaft werden die deutschen feindlichen Funksprüche dechiffiriert. Das größte Problem der alliierten Streitkräfte in jenen Tagen heißt "Enigma": eine von den Deutschen eingesetzte geniale Maschine, die U-Boot-Funksprüche so verschlüsselt, dass sie scheinbar unmöglich zu knacken sind. Die Entschlüsselung ist jedoch lebenswichtig, um die alliierten Geleitzüge im Atlantik zu schützen. Die einzige Hoffnung ist Tom Jericho, ein hochkarätiger Kryptoanalytiker, der alles daransetzt, die Enigma zu überlisten. Während seiner Tätigkeit in Bletchley Park verliebt er sich in die hübsche Claire Romilly, doch plötzlich verschwindet sie spurlos.

Buchstaben-Salat-Rezension:
Der Klappentext und meine bisherigen Erfahrungen mit den Büchern von Robert Harris verheißt eigentlich nur Gutes: Im März des vierten Kriegswinters versuchen die Kryptoanalytiker in Bletchley Park fieberhaft, die Funksprüche der deutschen Marine zu entschlüsseln. Dabei steht das Leben von Tausenden von Marinesoldaten auf dem Spiel, denn die deutsche Seemacht scheint unbezwingbar. Im Mittelpunkt der Handlung steht der junge Tom Jericho - Kriegsheld auf seine Art, kämpft er doch nicht mit Maschinengewehr oder Panzer gegen die Nazis, sondern mit Rechenschieber und seinen grauen Zellen...

Eine gute Idee, die Robert Harris da zu seinem Buch hatte - leider streckenweise langweilig umgesetzt. Grund dafür ist vor allem die erste Hälfte des Buches, in welchem ich mich mit Jericho überhaupt nicht anfreunden konnte. Zu blass und schwächlich erschien mir der junge Mann, der angeblich die letzte Hoffnung der Engländer im Kampf gegen verschlüsselte Funksprüche ist - warum er sich so seltsam benimmt, wird leider erst viel zu spät klar. Harris lässt den Leser meiner Meinung nach viel zu lang im Dunkeln tappen, ich zumindest war kurz davor, das Buch vor Langeweile nicht zu Ende zu lesen.

Erst gut nach der Hälfte des Buches kommt Klarheit in die bis dahin verworrene Spionage-Geschichte, zu der sich das Buch entwickelt hatte. Endlich nimmt die Handlung an Fahrt auf und Jericho geht wirklich seinem Job nach. Das Dechiffrieren wird dann auch wirklich interessant beschrieben und dem Leser wird klar, wie wichtig die Arbeit des zusammen gewürfelten Haufens an Mathematik-Studenten und ehemaligen Universitätsprofessoren ist.

Fazit: Ein Buch mit einer guten Idee, die leider nicht so umgesetzt wird, wie der Klappentext verspricht. Das Ende ist überraschend, kann die Geschichte jedoch nicht aus ihrer Mittelmäßigkeit herausreißen.

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