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Mark Haddon


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Supergute Tage (2)
oder Die sonderbare Welt des Christopher Boone
The Curious Incident of the Dog in the Night-Time
 


288 Seiten (HC), Verlagsgruppe Randomhouse
Genre: Allgemeine Belletristik

Bewertung (1-10):

"It was 7 minutes after midnight. The dog was lying on the grass in the middle of the lawn in front of Mrs Shears house."

Inhalt:
Christopher Boone leidet an einer leichten Form des Autismus und geht zur Sonderschule. Von den komplizierten menschlichen Gefühlen versteht er wenig, aber in Mathe und Physik ist er geradezu genial. Darum will er später auch Astronaut werden. Oder Wissenschaftler. Er liebt Primzahlen, Puzzles und Polizisten. Aber er hasst Gelb und Braun. Damit er auch Fleisch und Gemüse, das diese Farbtöne hat, essen kann, hat er immer Lebensmittelfarbe dabei.

Seit seine Mutter vor zwei Jahren überraschend gestorben ist, vertraut er nur noch einem Menschen auf dieser Welt: seinem Vater, der ihn allein erzieht. Die beiden verstehen sich auch gut – bis Christopher eines Nachts den Wellington, den Pudel der Nachbarin, tot im Garten findet. Der Junge mag Hunde sehr. Bei ihnen weiß er, woran er ist. Er muss unbedingt den Täter finden und nimmt die Ermittlungen auf. Streng logisch, mit Deduktionen, wie einst Sherlock Holmes. Er kann nicht ahnen, wie sehr Wellingtons Tod mit seiner eigenen Geschichte zusammenhängt.

Buchstaben-Salat-Rezension:
Der 15jährige Christopher Boone macht sich auf, den Mörder des Hundes seiner Nachbarin zu finden - klingt nicht sonderlich spannend? Ist es aber doch, weil vor allem Christopher Boone ein spannender Junge ist. Mark Haddon schildert in seinem Buch mit dem langen Titel aus der Sicht des Autisten Christopher, wie dieser den Hundemord entdeckt und beschließt, herauszufinden, wer Pudel Wellington auf dem Gewissen hat. Seine Nachforschungen lösen eine ganze Reihe von Ereignissen aus, bei denen noch die uninteressanteste ist, wer denn nun den Hund ermordet hat.

Vor allem das Seelenleben Christophers breitet sich vor dem Leser aus und er erfährt, wie ein autistischer Teenager die Welt um sich wahrnimmt, wie sie ihn ängstigt und was er alles nicht zu verstehen vermag. Die detektivische Arbeit wird bald viel mehr für den Jungen, sie verändert nicht nur die Beziehung zu seinem Vater, sondern auch ihn selbst, eine höchst unangenehme Sache für einen Autisten, dessen Sicherheit in der Routine liegt. Haddon gelingt es auf amüsante Weise, das Innenleben Christophers und sein Verständnis der Welt offen zu legen. Die mit Primzahlen überschriebenen, meist sehr kurzen Kapitel drehen sich abwechselnd um die Mordsache Wellington und Christophers Vergangenheit, Alltag oder Hobbies.

Eine große Stärke des Jungen liegt in den Naturwissenschaften und so findet man mal Einblicke in die Astronomie, Christophers Lieblingsmathematik-Aufgabe oder detaillierte Erklärungen, warum nur ein Tag, an dem man im Schulbus von fünf roten Autos überholt wurde, ein superguter Tag werden kann. Obwohl Christopher gleich zu Beginn ankündigt, dass sein Buch kein witziges sein wird, ist es doch genau das - durch die liebenswürdige und ganz eigene Art des Christopher Boone.

Zur englischen Ausgabe:
Einfache Sprache, die sich auch mit kleinerem Wortschatz gut lesen lässt. Ideal für alle, die ausprobieren möchten, ob sie mit englischsprachigen Büchern zurecht kommen.

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